376
Corswant — Cosel.
Jahre 1828 Capitain und Abtheilungs- Commandeur bei der 3ten imJahre 1831 aber bei der 8ten Landgensd'armerie-Brigade war und imJahre 1833 zu Colli mit Tode abgegangen ist. In der Gegenwart istein Major v. Corbin, Commandern' des lsten Bataillons 8ten Land-wehr-Regiments zu Frankfurt a. d. O. Kr stand früher im 24stenInfant.-Regim. Das Wappen besteht aus einem silbernen Schilde, indem sich im obern Theile ein rother Balken und im untern Theileein Querbalken von derselben Farbe befindet. In dem letztern undzu beiden Seiten desselben stehen drei Raben auf rothen Kugeln. Aufdem Helme steigt aus der Krone ein gepanzerter Arm, der ein golde-nes Hüft- oder Signalhorn hoch emporhält.
Corswant, die Herren von.
Konig Friedrich I. bestätigte als Kurfürst von Brandenburg am 18.Juli 1698 die von dem Kaiser vorgenommene Standeserhöhung des da-maligen pommerschen Kammer-Regierungs- und Gerichtsrathes, Cas-par Corswant. — Sein Sohn, der Präsident Christoph Ehrhardt vonCorswant, besass Gramzow im Kreise Anclam. In der Armee ist ausdieser Familie bekannt geworden der hochverdiente General-Lieute-nant und Ritter verschiedener Orden, Herr v. C., der anfänglich indem v. Ziethenschen Husarenregiment stand und sich in dem Feldzuge1813 als Commandeur der 3ten Cavallerie-Brigade, namentlich in demGefecht bei Weissig am 19. Mai, vorzüglich auszeichnete. Zuletztcommandirte er die Reserve-Cavallerie des lsten Armee-Corps. Erstarb am 5. Juni 1824. Gegenwärtig steht ein Lieutenant v. C., einEnkelsohn des oben erwähnten Präsidenten, im 2ten Landwehr-Regi-mente. Das Wappen dieser Familie besteht nach ihrer Anerkennungaus einem quadrirten Schilde, die Felder 1 und 4 sind blau und ent-halten einen goldenen Rahmen, der von 2 iibers Kreuz gelegten Schwer-tern durchstochen wird. Auch ist der Griff eines dritten Schwertesam Unterlheile dieses viereckigen goldenen Rahmens sichtbar, im 2.und 3. stehen im silbernen Felde zwei rothe Greife. Das Schild istmit 2 Helmen, die an den Ecken desselben angebracht sind, bedeckt.Aus dem rechten steigt ein dritter aufspringender rother Greif empor,und aus dem linken zwei schräg gelegte goldene Biiffelhörner, zwi-schen denen eine Blume steht.
Cosel, die Herren von.
Von dieser Familie war eine Linie gräfl. Standes in Schlesien,in Sachsen und am Niederrhein. Sie schrieb sich aber Kosel. Wir gebensie daher auch in dem Artikel Kosel. Ganz verschieden von dersel-ben ist aber die preussische Familie v. Cosel. Zu ihr gehörte deram 19. Nov. 1825 als pensionirter Generalmajor gestorbene Generalv. C., der mit einem älteren im Jahre 1810 als Major verstorbenenBruder in dem Husarenregiment v. Prittwitz diente, 1812 Comman-deur des lsten Husarenregiments und 18l8 Commandant zu Graudenzwurde. Von seinen Söhnen ist gegenwärtig der älteste General undRemonte - Inspector zu Berlin und ein jüngerer Stiefbruder des vorigenkönigl. preuss. Pr.-Lieutenant im Regiment Alexander. Die Wittwedes verstorbenen Generals, geb. v. Auer, lebt zu Berlin.