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1 (1842) A - D
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Carlowitz.

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Turnierlielme stellt ein die Spitzen nach der rechten Seite kehrenderAdlerllug.

Carlowitz, die Herren von.

Von allen den verschiedenen Nachrichten, welche ii(»er den Ur-sprung dieser uraltadeligen Familie vorhanden sind, linden die hierfolgenden allein zureichenden Grund in der Geschichte von Ungarn, sowie in den vielen noch übrig gebliebenen auch zum Theil handschrift-lichen Notizen darüber, und der durchgängig übereinstimmenden Zeit-rechnung mit den verschiedenen Thatsachen.

Karl II., Graf von Anjou und Provence, König von Neapel, geb.1248, Sohn Karls I., Grafen von Anjou, Königs von Neapel und Si-cilien, und Unkel Ludwigs VIII., Königs von Frankreich vermähltesich im Jahre 1270 mit Maria, König Stephan V. von Ungarn Toch-ter. Aus dieser Ehe gingen neun Prinzen und fünf Prinzessinen her-vor. Der älteste dieser Prinzen

Karl Marlcll, erhielt die ungarische Krone. Der achte dieserPrinzen

Johann, gest. d. 5. April 1335, vermählte sich mit Mechtild , Wit-we Ludwigs von Burgund, Fürsten von Achaja, durch welche er zumBesitze von Achaja und des Herzogthums Durazzo gelangte. Von sei-nen vier Söhnen wurde der älteste

Karl Herzog von Durazzo, den 23. Januar 1347 auf Befehl Kö-nig Ludwigs von Ungarn zu Atella enthauptet. Nach dessen Todewurde sein Bruder

Ludwig, Graf von Gravina, auch Herzog von Durazzo, und starbden 23. Juli 1302. Mit seiner Gemahlin Margarethe von Sn. Severino,zeugte er mehrere Söhne, von welchen

Karl der Kleine, König von Neapel und Ungarn, im Januar 1386meuchelmörderischer Weise um das Leben kam. Ein jüngerer Bruderdesselben,

Johann, mit dem Beinamen Honrath, war Banus oder Statthaltervon Croatien, und wurde wegen der, an der verwittweten KöniginElisabeth und deren Tochter Maria, Erbin des Königreichs Ungarn,verübten Gewaltthätigkeiten von dem Bräutigam der Maria, dem kai-serlichen Prinzen Sigismund, in dem slavonischen Schlosse Dowor imJahre 1391 belagert, gefangen genommen und in Stücken zerhauen.Johann Horwath hinterliess einen Sohn

Karl, Prinzen von Durazzo, wovon er sich noch nannte, obgleiches nicht mehr iin Besitze der Familie war, welcher später von demnunmehrigen Könige Sigismund von Ungarn begnadigt, im Felde ge-gen die Polen gebraucht, und für seine hier trefflich geleisteten Dien-ste mit verschiedenen Gütern in Croatien beschenkt wurde. Dieserbaute hierauf in Sirmien zwischen Scherwich und griechisch Weissenburgein Schloss und Flecken, welche er nach seinem Namen Carlowetzoder Carlowitz, d. i. Caroli vicus oder Karlsliecken nannte, was dieVeranlassung zur Benennung seiner sämmtlichen zahlreichen Nach-kommenschaft der Familie von Carlowitz wurde. Er hinterliess zweiSöhne, Johann und Christoph, von welchen der ältere

Johann, Stammvater der slavonischen oder illyrischen Linie ist,welche Grafen vonCorbau und Lica wurden, und in den Besitz wichtigerSchlösser lind Herrschaften in Dalmatien und Croatien kamen. Ihrererwähnen die ungarischen Schriftsteller mit grösstem Ruhme. Docherlosch diese Linie bereits im Jahre 1531 mit Johann von Carlowitz,dem Jüngern, Bann von Croatien, welcher den Beinamen Torquatus