Campe
Candal.
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Jahren wieder von demselben geschieden. Diese Dame wurde durchein Diplom vom 6. Nov. 1789 zur Grälin v. Campanini erhoben. Yonihrem grossen Vermögen machte sie einen Gebrauch, der ihren Na-men schon in tausend dankbare Herzen eingeschrieben hat; denn siestiftete im Jahre 1799 das Fräulein - Stift zu Barschau bei Lüben inSchlesien für neun katholische und neun evangelische Töchter adeligerEltern; sie selbst war katholisch. Zum .Stiftungsfonds bestimmte sie dieGüter Barschau, Polach, Klein-Lüben und Porschütz. Sie setzte zu-gleich fest, dass die Aebtissin des Stiftes und vier Fräulein in Bar-schau residiren, vierzehn Fräulein aber mit 150 Rthlr. jährlicher Renteausserhalb des Stiftes dotirt werden sollten. Bei der Verehelichung einesStiftsfräuleins tritt eine Vacanz ein, und die ausgesetzte Rente fällteiner andern anheim. Der jedesmalige General-Landschafts - Directorvon Schlesien ist Curator, einer der Landesältesten der Liegnitz-Woll-lauschen Landschaft Stiftspropst ( gegenwärtig der Landrath v. Meierauf Hansen). Dem Stifte ist ein besonderes Kreuz als Auszeichnungvom Monarchen beigelegt worden. M. s. auch den Artikel v. Cocceji.Das der Grälin v. Campagnini bei ihrer Erhebung verliehene Wappengiebt das preuss. Wappenbuch 1. Bd. S. 29. Es bestellt aus vierQuartieren und einem Herzschilde, im 1. und 4. Quartier stehen zweiaus Lorbeerzweigen gebildete Kränze im silbernen, im 2. und ö. zweiStörche, die eine Kugel in den Krallen des rechten Fusses halten imblauen Felde; im Herzschilde stehen in der obern silbernen Hälfte dreigoldene Glocken und ein goldener Stern, in der untern Hälfte aber,im goldenen Felde, sieht man ein schwarzes nach der rechten Seitezu gewendetes laufendes Ross. Der Schild ist von einer gräll. Kronebedeckt, und auf den drei gekrönten Helmen steht ein gekrönter undein ungekrönter Adler, und in der Mitte ein dritter der oben erwähn-ten Störche.
Campe (Campen), die Herren von.
Aus den ursprünglich Braunschweig, Lüneburg und Bremen, auchdem Hitdesheiinschen ungehörigen, diesen Namen führenden adeligenFami en haben einige Mitglieder zu verschiedenen Zeiten im preussi-schen Militair- und Civildienste gestanden.
Campzen, die Herren von.
Micrälius, Gaulie und v. Ilellbach erwähnen eine Familie diesesNamens unter den ältesten Geschlechtern in Pommern; es ist aberdieselbe Familie, von der wir unter dem Namen Kampz einen beson-dern Artikel geben werden.
C an dal, Herr von.
Aus diesem, in den französischen Religionsunruhen so berühmtgewordenen Hause kam mit vielen andern Flüchtlingen ein Mitglied:Charles de Candal, nach Berlin. Kr diente unter dem grossen Kur-fürsten bis zum Oberst, und gehörte zu denjenigen Franzosen, welchedie Gastfreundschaft, die ihnen Friedrich Wilhelm der Grosse ange-deihen liess, durch redliche Dienste vergalten. Er focht tapfer in delSchlacht bei Fehrbellin.