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1 (1842) A - D
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Canipagne Campanini.

Westphalen hatte, erhalten und starb als Oberst-Lieutenant in demsel-ben am 23. November des Jahres 1702 7 .11 Wesel. Sein Sohn PaulHeinrich Tliilio de Camas, war Oberst und Chef eines Füsilier-Regi-ments, früher Gouverneur des Prinzen Heinrich von Preussen und zu-letzt Cominandant zu Frankfurt a. d. O. Er starb am 14. April 1741zu Breslau. Er gehörte zu denjenigen Personen, die Friedrich II. vonJugend auf von ganzem Herzen schätzte und liebte. An ihn schriebder unvergessliche Monarch wenige Tage nachdem er den Königsthronbestiegen hatte: O Camas, der Du mich von Kindheit auf gekannt,und die thörichten Verirrungen meiner Jugend gesehen hast, sei immerohne Nachsicht, schonungslos und unerbittlich gegen meine Fehler undLaster; so nur läutert sich mit Hülfe des Feuers das Gold, und schei-det sich von den unedlen Metallen, mit denen es vermischt wordenu. s. w. Der Oberst v. Camas gehörte zu der aus ihm, dem Gra-fen v. Fink und dem Herrn v. Blumenthal bestellenden Gesandtschaft,welche König Friedrich II. an den Pariser Ilof mit der Benachrichti-gung von seiner Thronbesteigung schickte. Seine Gemalin war einFräulein v. Brandt. Durch ihre vortrefflichen Eigenschaften des Her-zens und des Geistes war sie von dem Könige und dem ganzen kö-niglichen Hause nicht minder geschätzt, als ihr Genial. Auch siehatte sich öfters schriftlicher Herzensergüsse ihres königlichen Freun-des zu erfreuen. Sie wurde von ihm im Jahre 1742 in den gräflichenStand erhoben und starb als Oberhofmeisterin der Königin ElisabethChristine von Preussen am 2. Juli 1766 zu Berlin in dem ehrwürdigenAlter von 80 Jahren. Das ihr beigelegte gräfliche Wappen bestandans einem der Länge nach getheilten silbernen Schilde. In dem rech-ten Felde war ein rother damascirter Querbalken dargestellt, an demeine Dole oder Krähe aufwärts schreitet, darüber stand ein blauer,die Spitzen nach aufwärts gekehrter halber Mond. In dem linkenFelde aber der Kopf und Hals eines Edelhirsches, das Bild des v.Brandtscheil Wappens der märkischen Linie. Das Schild bedeckte eineGrafenkrone; auf beiden Enden desselben befanden sich zwei gegeneinander gewendete schief liegende gekrönte Helme; auf dem rechtenstand ein schwarzer preussischer Adler, auf dem linken ein Hirsch-geweih.

Canipagne, de, die Herren.

Eine Familie aus Bearn, deren alten Adel König Friedrich II. be-sonders anerkannte und erneuerte. (Ileclam. etc. T. IX. p. 66.) Hein-rich August v. Campagne kam im Jahre 1688 nach Brandenburg, undwurde unter Friedrich III. als Oberst-Lieutenant in der Armee ange-stellt. Sein Sohn, Alexander August, gelangte zur Würde eines preus-sischen Gelieimen-Raths und leistete dem Staate, wie der französischenColonie, der er angehörte, erspriessliche, vom Monarchen anerkannteDienste. Zugleich machte er sich als Schriftsteller durch die Ueber-setzung des Codex Fridericianus und durch seine Principes d\m honGouvernement rühmlichst bekannt. M. s. Nicolai's Beschreibung vonBerlin und Potsdam 2. Bd. Anhang. S. 1002.

Campaiiini, die Grälin von.

Die zu ihrer Zeit sehr berühmte Sängerin Signora Barbarini, Mit-glied der Oper zu Berlin, verheirathete sich mit dem Präsidenten derOberamtsregierung zu Glogau, v. Cocceji, und wurde nach einigen