Calenberg — Camas.
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Calenberg (Callenberg), die Grafen von.
Sie stammen ursprünglich aus Westplialen, wo bei Warburg ihrStammhaus liegt, das der erste Calenberg zur Zeit Kaiser Karls desGrossen erbaut Ilaben soll. Sie wendeten sich nach der Vertreibungder Wenden auch nach Brandenburg, während im Hessischen sich eineLinie niederliess, welche Hausen, Kotwusten und Wettesingen besass,und sich nach dem letzten Gute Calenberg-Wettesingen nannte. Vondiesem Aste war Karl Iteinichc Graf V .Calenberg, kur-sächsischerGeh.Math und Landvoigt der Oberlausitz; er. war im Jahre lt)4fj in denFreiherrn-, 1Ö54 aber in den Grafenstand erhoben worden, und wirdvon Sinapius als ein Mann von grosser Tapferkeit und Klugheit ge-schildert. Durch seine Gemalin, des Burggrafen zu Dohna Erbtoch-ter, liel ihm die jetzt dem Fürsten Piickler gehörige Herrschaft Mus-kau zu, die nach dem Erlöschen des gräflichen Hauses durch Erb-schaft an die damaligen Grafen Piickler kam; der letzte Graf v. Ca-lenberg-Muskau, Herrmann Georg Alexander Heinrich, geb. 1744 undgestorben im Jahre 1795, cedirte die Herrschaft Muskau 1785 seinermit Olympia, Gräfin de la Tour du Pin, erzeugten Tochter, CmiigumdeOlympia Louise, vermählten Grälin v. Piickler. Diese aber iiberliesssie schon im Jahre 1798 wieder an ihren Sohn, den heutigen FürstenHerrmann Ludwig Heinrich v. Piickler, Standesherrn von Muskau. M.s. auch den Artikel, die Fürsten u. Grafen v. Piickler. — Karl Gr. v. C.,ein Bruder Herrmanns, besass Eichberg bei Bunzlau, er starb kinder-los. — Eine Schwester starb als vermählte Gräfin Lippe Weissenfeis.Das Wappen der Grafen v. Calenberg war quadrirt. Im 1. und 4.weissen Quartiere lagen zwei Pieken, Wurfspiesse oder Streitkolbenkreuzweis über einander, und zwischen ihnen lag eine Kose; im 2.und 3. goldenen Quartiere stand ein schwarzer gekrönter Adler. Durchdas rotlie Herzschildlein ging eine goldene Strasse, in welcher einGreif sichtbar war. Auf den beiden Helmen wiederholten sich dieWappenbilder. Ein anderes vor uns liegendes Wappen dieser grälli-chen Familie zeigt die Felder i und 4 in roth an, und hier geht dergoldene Balken mit den Greifen, belegt durch das ganze Schild, dasmit drei Helmen bedeckt ist. Hier sind auf dem mittlem die Streit-kolben, auf dem rechten steht der Adler, auf dem linken der Greif.Kachrichten über diese Familie findet man in Krebels genealog. Hand-buch S. 135; im Sinapius II. Till. S. 51—53; Seiferts Beschreibung24. S. 48—158; dessen Genealogie hochadeliger Eltern S. (jl; A 11g.geneal. Handbuch 1. Bd. S. 492 —94; Gauhe, I. S. 232 — 34 und II.S.512; ferner in Biedermann IL W. Tab. 298; v. Schönberg III Fol. 192.
Calsow (Kalsow), die Herren von.
Eine sehr alte Pommersche begüterte Familie, die Elzow imAdelspiegel, Hering, Brüggemann und andere Schriftsteller anführen.
Camas, die Grälin von und Herr von.
Mit den französischen Flüchtlingen kamen im 17. Jahrhunderte meh-rere Mitglieder der adeligen Familie von Camas in die diesseitigenStaaten, und viele von ihnen traten in das von französischen Edelleu-ten gebildete Offiz.-Corps des Begiinents v. Varennes; doch das Hauptder Familie, Franz Tliilio de Camas, hatte eine Escadron in dem Re-giinente des Grafen Lottum, welches damals seine Standquartiere in