Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
336
Einzelbild herunterladen
 

336 Burkersroda Burtscheid.

und im III. Till. S. 165. mit wenig Abänderungen, v. Meding be-schreibt es Till. II. No. 139. Kurze Nachrichten über das Geschlechtgeben Sinapius, I. Till. S. 311. und v. Hellbach, I. Bd. S. 209.

Burkersroda (Burkerroda), die Grafen, Freiherrenund Herren von.

Sie führen auch den Namen Marschall von Burkersroda, nnd ha-ben gleichen Ursprung und ähnliches Wappen mit Denen von Ilesler.Nach einigen Genealogen hat eine Linie Der v. Burkersroda im 13tenJahrhunderte den Namen von Hesler nach einem ihr gehörigen Kit-tersitze angenommen. Am 15. Juli des Jahres 1539 schlössen beideFamilien noch einen Krbverbriiderungs- und Mitbelehnungsvertrag. AmAnfange des 17ten Jahrhunderts wurde der Hauptzweig der Familievon Burkersroda in den Reichsfreiherrenstand erhoben; er erlosch aberbald darauf wieder. Hnns Friedrich, Freiherr v. B. auf Sornzigbei Mügeln war kur-sächsischer geheimer Rath, Kammerherr undReichspfennigmeister. Sein Vater, Hans v. B., war Dompropst zuNaumburg. Die Gemahlin Hans Friedrich's war aus dem berühmtenHause der Rantzau, und als eine sehr gelehrte Dame bekannt. Vonden Söhnen aus dieser Ehe war Heinrich von Burkersroda Domherrzu Cöln; er starb 1730. Johann v. B. war Kammerherr des Her-zogs von Florenz, und August v. B. starb auf Reisen zu London.Christoph Wilhelm, Freiherr v. B., war um das Jahr 1740 Domherr zuMerseburg. Johann Christian August v. B. , aus dem Hause Kötz-schau , wurde von der verwittweten Griilin Louise Christine Dorotheavon Zech, gebornen Freiin von Zech, im Jahre 1815 adoptirt, undseine Söline führen gegenwärtig den Namen und das Wappen derGrafen Zech von Burkersroda. M. s. diesen Artikel. Das ursprüng-liche Wappen der Herren von Burkersroda giebt Siebmacher, I. Bd.S. 165. unter den Meissnischen. Es besteht aus einem roth und silber-nen Schilde, das durch einen langen oder grössern Spitzenschnitt quergetheilt oder gespitzt ist, oder mit kürzern Worten: das 3 silbernenach der linken Seite zugehende Spitzen im rothen Felde hat. Aufdem Bunde des Helmes wächst eine in roth und Silber gekleideteJungfrau, auf deren Haupte 7 rothe kleine Fahnen wehen. NähereNachrichten über diese Familie geben v. Schönberg, II. fol. 318 39.mit einer Ahnentafel, und Melissantes XII., v. Hellbach, 1. Bd. S. 211.genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser auf das Jahr1836. S. 555.

Burtscheid (auch Burschcid), die Herren von.

Diese noch heute blühende Familie wurde im Jahre 1654 durchein besonderes Diplom den Freiherren gleichgestellt, und dieselbeist seit jener Zeit zu den niederrheinländischen freiherrlichen Ge-schlechtern gezählt worden. Gegenwärtig theilt sich dieselbe in dieLinie von Bnrgbroel und Moeretchen, und sie besitzt ansehnliche Gü-ter iin Regierungsbezirke Düsseldorf. Das Wappen besteht aus einemsilbernen Schilde, in dem sich drei rothe Kleeblätter, die fast die Formvom Herzen haben, belinden; sie stehen in der Form eines Triangels,ebenso auch auf dem offenen Helme. M. s. Schannat, 2. Till. S. 77.Estor, Almenpr. Till. 7. S. 510. Münster. Stiftskalender von 1784.Siebmacher, 11. Tbl. S. 109. No. 3. v. Meding, II. No. 141. Tyroff,