Burk. 335
bergschen, sowie Kierschwitz und Miskowitz im Miinsterhergschen,auch Strelitz im Schweidnitzschen, und Kuntzendorf im Nimsiscben.In der Gegenwart gehören noch in der Nenmark dieser Familie, na-mentlich Karl Ernst Friedrich Julius von B., das Fidei-CommisMarkendorf und Cartzig, und Sieyismund von B- gehörte das DorfSkyren. Auf dem genannten Fidei-Commis steht ein nicht unbedeu-tender Lehnstamm für diese Familie, und es sind in dieser HinsichtBecesse von 21. August 1740. und unter dem 14. Januar 1755 vorhan-den. In Preussen besizt der Landstallmeister v. Burgsdorf seit 1829das Gut Serpenthen. Von den Mitgliedern dieses alten Geschlechtes,die der Geschichte angehören, nennen wir:
Petrus v. B., der Bischof von Lebus wurde 1436.
Curt v. B., Landvoigt der Neumark um das Jahr 1480.
Ludovicus v.B., Bischof zu Lebus, starb 14S9.
Conrml Alexander Magnus v. B., kur- brandenburgischerOberkämmerer und Geh. Rath, Obercommandant allerin der Mark Brandenburg belegenen Festungen, Dom-propst zu Halberstadt und Brandenburg, des Johanniter-ordens Commendator zu Lagow, starb den 1. Febr. . . . 1652.Johann Elircntreich v. B., der Bruder des Vorigen, kur-bran-denburgischer Oberstallmeister, Kammerherr, Oberster zuBoss und Fuss, Gouverneur der Festung Ciistrin, Neu-märkischer Begierungsrath, des St. Johanniterordens Bit-ter, Comthur zu Supplinburg, und Hauptmann zuZehden,starb den 2. März 1056.
Diese beiden, durch die Treue gegen ihren Landesfür-sten bekannt und berühmt gewordenen Brüder waren ausdem Hause Ziethen oder Hohen - Ziethen.
Ernst Sigismund v. B., erhielt bei Cunersdorf, und CurtEhrentreich v. ß. bei Zorndorf, ehrenvolle Wunden.
In der Gegenwart stehen im preussisehen Civildienste, namentlich:der Ober-Landforstmeister v. ß. zu Königsberg in Prenssen, und derOber-Landstallmeister v. B. auf Serpenten zu Trakehnen in Litthauen.Das ursprüngliche Wappen der Burgsdorf bestand aus einem gegeneinander, in Both und Silber abwechselnden Schilde, oder 3 silbernenund drei rothen abwechselnden Piählen und mitten dadurch ein blauerBalken oder Streif. Ternis yalis aryenteis et mineatis fascia eyaneaineumhit, sagt Spener. Auf dem Helme stehen drei Straussfedern,rotll, blau und Silber. Die brandenburgischen Linien führen nur zweiweisse und zwei rothe Pfähle und auf dem Helme einen Bund, dervon Straussfedern geschmückt wird. Dieses Wappen giebt Dienemanna. a. O. S. 257. Siebmacher, I. Till. S. 178. v. JVIeding beschreibtes III. Tbl. No. 122. Ausführliche Nachrichten von diesem Geschlechtegiebt vorzüglich Crell in seinem Hochadeligen Ehrengarten, in demsich mehrere Memorabilien von diesem Geschlechte belinden. Fernerhandeln von ihnen folgende Schriften: C. W. L. D. Scintiila inemo-riae Burgsdorlianae in destinatis lit. et fragm. Lusat. XII. S. 1153 —1175; Gauhe, I. S. 146 —149; Spener, Theor. insign. p.249; Ueclit-ritz, dipl. Nachrichten, III. Tbl. S. 66—83. —
Burk, die Herren von.
Eine schlesische, pommersche und sächsische Familie, die in ih-rem Wappen drei weisse Balken im rothen Felde und auf dem Helmezwei ausgebreitete weisse Flügel mit den drei weissen Balken führte.Dieses Wappen giebt auch Siebmacher im I. Till. S. 62. und S. 172.,