334
Burghof — Burgsdorf.
genealog. Werkes. Ausser Stolz und Ifnpferberg erwarben die Burg-haus auch die Herrschaften Friedland, Sulan, Fasan, das BurglehnKrolkwitz, die Güter Ober-, Nieder- u. Klein-Miilatschiitz n.s. w. Diemeisten dieser Besitzungen sind noch heute in den Händen der Fa-milie. So besitzt die verwittwete Baronin von Troschke, geborneGrätin von Burghaus, die Standesherrschaft Sulau (Zulauf), der königl.Kammerherr Graf Friedrich Burghaus, vermählt mit einer Grätin Hen-kel von Donnersmark, die Majorats-Herrschaften Lasan und Fried-land, und Otto Karl, Graf von Burghaus, Major von der ArmeeMilatschiitz , vermählt mit einer Gräfin von Keichenbach. Niklas vonBurghaus auf Stolz wurde 1607 nach des Freiherrn Sigismund v. Zed-litz-Neukirch Tode schlesischer Kammerpräsident; sein Bruder Siijis-mnnd von Burghaus half 1609 beim Kaiser Rudolph II. den Majestats-Brief auswirken, wodurch Schlesien eine freie Religionsiibung zuge-sichert wurde. In der neuern Zeit machte sich der Graf Burghaus aufLasan, der Vorgänger des jetzigen Majoratsherrn, als Begründer derschlesisch - ökonomischen Gesellschaft verdient. Das Wappen zeigt imroth und gelben Schilde einen weissen Löwen mit goldener Kroneund goldenem Halsbande, ferner einen schwarzen Adler, mit einemrothen Ilütlein auf dem Kopfe. Auf dem gekrönten Helme ist derLöwe wie im Schilde, docli unten abgekürzt; die vordem Hehndeckensind roth und weiss, die hintern gelb und schwarz.
Burghof, die Herren von.
Der König Friedrich Wilhelm III. erhob am 6. Juli 1798 denGeheim. Ober-Finanzrath Burghof in den Adelstand. — Der Oberstund Commandern- des 19. Landwehr-Reg. v. Burghof trat im Jahre1827 als Generalmajor in den Pensionsstand. Das Wappen dieser ade-ligen Familie besteht aus einem quadrirten Schilde, im lsten und4ten rothen Felde ist eine, aus einem Haupt- und zwei kleinen Ne-benthürmen bestehende Burg, mit einem rothen Portal; im 2ten und3ten blauen Felde steht dort ein Kürass, hier ein geharnischter Arm,der ein Schwert hält. Das letztere Bild wiederholt sicli auf dem ge-krönten Helme, wo der Arm mit dem Ellbogen die mittelste Spitze derKrone berührt.
Burgsdorf, die Herren von.
In frühem Zeiten ist dieses uralte in Sachsen, in den Marken, inSchlesien, im Lüneburgschen und im Mecklenburgschen verbreiteteGeschlecht auch Borgsdorf und Burkersdorf genannt und geschriebenworden; namentlich werden in den Wappenbüchern die schlesischenBurkersdorf, und die märkischen und sächs. Linien Borgdorf genannt.Ursprünglich ist das Heimathsland der Burgsdorf die Schweiz, wo dasStädtchen und das Schloss Burgsdorf, im Canton Bern gelegen, ihrStammort ist. Wir haben hier vorzüglich nur die märkischen undschlesischen Aeste des alten Hauses zu bemerken. In den Markentheilten sie sich in 2 Hauptlinien, in die Burgsdorfe der Mittelmarkund in die Burgsdorfe der Neumark. Zu der ersteren gehörten die Häu-ser Pedeltzig und Ratstock, zu der letztern die Häuser Darz, Zie-then und Mellenthin. Uebrigens besass die Hauptlinie der Neumarkauch Derzow, Pätzig, Zehden, Neuenhof, auch Goldbeck, Bud-kow, Oberstorf, Gr. Machnow u. s. w. Der schlesisehe Ast besassPritlack, Colzig, polnisch Kessel u. s. w., im Glogauschen und Grün-