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Buoliliolz.
lieh Joachim Friedrichs, der ihn oftmals in Kiistrin besuchte. DieseLinie starb 1665 aus, so dass nur noch ein Nebenzweig von ihr, dieTornoxvsohe, übrig war. Dietrich Sigismund (f 1687) war Reisemar-scliall des grossen Kurfürsten , und seinem unmittelbar nach den Be-gebenheiten, mehrentheils in französischer, zum Theil auch in deut-scher Sprache, niedergeschriebenen Tagebuche verdanken wir die lehr-reichsten Nachrichten aus dem Heldenleben Friedrich Wilhelms wäh-rend der J. 1674—1679. Dieses wichtige Denkmal der vaterländischenGeschichte wird im Geheimen Staatsarchiv aufbewahrt, und verdientwohl, dass es ganz durch den Druck bekannt würde.
Die Familie nahm zwar noch die angesehensten Aemter am Hofeund im Heere ein, aber durch die Verheerungen des 30jährigen Krie-ges scheint ihr Vermögenszustand ganz zerrüttet worden zusein. Nochim Jahre 1644 zählt der Lehnsbrief, ausser vielen kleinern Hebungen,noch folgende Ortschaften als ihr Eigenthum auf: Stolpe, Gellmers-dorf, Schönberg, Stiitzkow, Galow, Doberzin, Willmersdorf, Carow,Trampel und Besitzungen in Brussow, Neukiihnkendorf, Felchow, Krie-wen, Schönermark, Fahrenwalde, Menkin, Bageiniihle, Woddow,Schwaneberg, Wallmow, Steinhoefel, Greifenberg, Pelzig und Günters-berg. Diese Güter kamen durch Verkauf, Verpfändung und andereCalamitäten von der Familie, so dass Adolph Friedrich, geb. 1687, dereinzige Stammhalter der Tornowscheu Linie und des ganzen Ge-schlechts, seine Studien in Halle nicht ohne die Unterstützung einesHerrn v. Trotte beendigen konnte. Doch dieser wurde durch Ord-nung, Fleiss und Klugheit der Wiederhersteller des zum Verfall sichneigenden Hauses. Bei seinem Tode 1733 hinterliess er seinen zweiSühnen eine grosse Anzahl von eingelösten und neu erworbenen Gü-tern. Der ältere, Christian Georg Vollrath (geb. 1721), wurde nachder Theilung von 1757 Stifter der mecklenburgschen, noch blühendenLinie. Der jüngere, Adolph Friedrich, erhielt die märkischen Be-sitzungen Stolpe, Schönberg, Galow, Gellmersdorf , Doberzin, Will-mersdorf, Neuhaus, nebst Antheilen an Kriewen, Neukiihnkendorf undSteinhüfel, welche noch jetzt, ausser den Antheilen an Kriewen undSteinhöfel, nebst adelig Reetz im Oderbruch, Eigenthum der Familiesind. Nach Beendigung des 7jährigen Krieges ernannte ihn Friedrichder Grosse zum Gesandten in Dresden. Einige Jahre darauf verliesser diese Stellung und zog sich auf seine Güter zurück, um ruhig denWissenschaften zu leben. Dort verfasste er 1792 einen noch nichtiibertrolfenen Abriss der brandenburgschen Geschichte bis auf denTod des grossen Kurfürsten. Von seinen 6 Söhnen leben noch vier.1) Georg Karl Vollrath, geb. 24. Septbr. 1767, königl. Ober-Cereino-nienmeister und Präsident der General-Ordens-Commission. 2) VictorAdolph Friedrich Joachim, geb. 1770 auf Stolpe, Kammerherr. 3)Alexander Detlef, geb. im Februar 1773, Major a. D. auf Willmersdorf.4) Christian Leopold, geb. im April 1774, der berühmte Reisende undNaturforscher. Von den 4 Brüdern hat nur der älteste einen Sohn,Alexander, geb. 1814, Lieutenant im königl. Garde-Kürassier-Regiment.
Das jetzige Wappen ist ein isilberner, nach rechts schreitender Löweim rothen Felde, aus dem Helme erhebt sich in derselben Richtung einsilbernes Ross.
Biicliholz, die Herren von.
1) Am 5. Juli 1784 erhob König Friedrich 11. den Legationsrathund Residenten zu Warschau, Heinrich Ludwig Buchholz, aus einer