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sehen Geschlechtern der Städte verschwand. Nach einer Nachricht inKönigs Handschriften auf der königl. Bibliothek zu Berlin soll um1370 der erste Buch aus der Altmark weggegangen und Landvogt inder Neuniark. geworden sein. Nach dem Landbuche Karls IV. besassdas Geschlecht nur noch wenige Hebungen in der Altmark, aber inder Uckermark schon das jetzige Stammschloss Stolpe und andere an-sehnliche, damals zu Pommern gehörige Besitzungen, und gab, inFolge der Verbindung mit Pommern, dem Stuhle zu Camin zwei Bischöfe,Nicolaus und Siegfried, 1376—1346, welcher als Canzler König Erichsdenselben nach dem gelobten Lande begleitet hatte. Von der Zeitdes Landbuches an kann auch eine ununterbrochene Geschlechtsab-stammung von Johann v. Buch und Katharina v. Bohr nachgewiesenwerden, deren Söhne Johann und Matlhacus die stolpsche und wod-dowsche Linie stifteten.
In den Kämpfen zwischen Pommern und Brandenburg über denBesitz der Uckermark, war das feste Schloss Stolpe an der Oder einwichtiger Punkt, um welchen oftmals gestritten wurde, bis 1446 Kur-fürst Friedrich II. die Buchsche Familie zu gesammter Hand mit Kass-low, Krussow, Mayenfeld und Stolpe belieh, welches letztere manch-mal Grafschaft, gewöhnlich aber Land Stolpe genannt wurde, und alsein besonderer Landstand Huldigung leistete.
Johann, der Stifter der Stolpeschen Linie, hatte mit so vielerTreue und Tapferkeit Stolpe für seinen Herrn, den Herzog von Pom-mern, vertheidigt, dass ihm von dem neuen Landesherrn Albrecht derBefehl über Loeknitz und Vierraden, 1471 und 147?, und die Anwart«schaft auf Schönberg und Stiitzkow anvertraut wurde. Dieser war we-gen seiner Grösse der lange Hans genannt, und wurde bei der Krönungdes Kaisers Maximilian I. (i486) von demselben zum Kitter geschlagen.Johann, ein Enkel des genannten (geb. 1520), führte ein thatenreiches,ruhmvolles Kriegerleben, 38 Ziige unternahm er gegen die Türkenund zur Unterstützung der französischen Protestanten. 1566 war erOberst in Ungarn, 1570 in der Schlacht, bei Montcontour über 1000Pferde, 1575 über 3000 Pferde in Frankreich, 1578 über 2000 Pferdein den Niederlanden, 1583 über 1500 Pferde unter dem Kurfürstenvon Köln, 1587 über 200!) Pferde in Frankreich. In dieser beharr-lichen, mit eignen grossen Opfern verbundenen Vertheidigung der pro-testantischen Sache in Frankreich iielen ihm 3 Söhne auf dem Schlacht-felde. Er starb 1600. Dessen Bruder Balthasar wurde 1527 vomKurfürsten Joachim I. zum Hauptmanne der Herrschaften Kotbus undPeitz ernannt, begleitete seinen Herrn 1529 zum Reichstage in Speier,und unterzeichnete nach des Kurfürsten Abreise den Reichsabschiedals brandenburgscher Bevollmächtigter, gemeinschaftlich mit Melchiorv. Barths. In derselben Stellung war er 1530 auf dem Reichstagezu Augsburg. Johann Friedrich v. B. war kurfürstl. Gesandter zuStettin 1650, bei den Unterhandlungen über die pommerschen Angele-genheiten. Mit dessen Sohne Valentin Friedrich erlosch 1687 die Stolp-sche Linie. Johann, aus der von Matthaeus gestifteten woddowschenLinie, erwarb sich nicht mindern Kriegsruhm als sein gleichnamigerGeschlechtsvetter in den ungarischen und niederländischen Kriegen.Nachdem er sich in auswärtigen Kämpfen Kriegserfahrung erworben,kehrte er (schon seit 1581 als Oberst zu Pferde von dem KurfürstenJohann Georg bestallt) in das Vaterland zurück. Er wurde 1593 Rathund Oberhauptmann der Festung Küstrin, 1596 Hauptmann der Fe-stung Peitz, 1609 Statthalter der Herrschaften Schwedt und Vierraden,zugleich auch mit der dortigen Burg belehnt. Auf den neumärkischenLandtagen war er stets der erste kurfürstliche Commissarius und ge-noss bis an sein Ende (1610) die Huld seiner Landesherren, vorziig-v. Zedlitz Adels-Lex. 1. 21