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1 (1842) A - D
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Buch.

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Altmark, wo sie das Scliloss und die ehemalige Stadt Buch als Stamm-haus besassen. Schon im Jahre 1196 unterschrieben Heinrich undConrad v. Buch als Ministeriales die bekannte SchenkungsurkundeMarkgraf Otto II., in welcher dieser Fürst einen grossen Theil seinerAllodial-Besitzungen an den h. Mauritius zu Magdeburg übertrug.Dann linden sich in ununterbrochener Zeitfolge Mitglieder der Familiemit den schwankenden, ans dem Niederdeutschen zu erklärenden Na-mensformen Bouch, Buc, Pouch, Buyck, Bock, Buck, am Iloilager derbailenstädtschen Markgrafen als Ilathgeber und Zeugen bei den wich-tigsten Verhandlungen, wie vorzüglich aus der Geschichte Johannsvon Buch hervorgeht. Im Jahr 1278 nämlich wurde Otto IV. mit demTheile, welcher gegen die Erwählung Günthers von Schwalenberg zumErzbischof von Magdeburg kämpfte, besiegt und gefangen genommen.Der gefangene Markgraf forderte seine Gemahlin auf, mit seinen Rü-then und vorzüglich mit dem alten Johann v. Buch über die Auslo-sung zu berathschlagen. Buch hatte früher in grossem Ansehn beiMarkgraf Johann I. gestanden (z. B. ist er erster Zeuge in einer Ur-kunde von 1269), war aber durch jüngere Günstlinge verdrängt wor-den. Er übernahm die Unterhandlungen und bewirkte bei den Dom-herren durch Geschenke, dass Otto gegen ein Losegeld von 4000Mark Silbers freigelassen werden, und im Fall diese Summe nichtbinnen 4 Wochen herbeigeschafft würde, in seine Gefangenschaft zu-rückkehren sollte. Auch hier wurde Johann v. Buch der Retter sei-nes Landesherrn, indem er dem Markgrafen Otto Kunde von dem gros-sen Schatze gab, welchen Markgraf Johann in der Kirche zu Anger-miinde in einer starken eisernehr Truhe niedergelegt hatte, mit demAuftrage an seinen treuen Lehnsmann Buch, dein er allein dieses Go-heimniss eröffnete, das Geld seinem Nachfolger nur in den äusserst««Nöthen zukommen zu lassen. Noch jetzt sieht man die Truhe in derKirche zu Angermünde, und unvergesslich für die Familie bleibendie Worte, die der gerettete Landesfürst ausrief, indem er den red-lichen Buch in seine Arme schloss:Grosse Treue, reines Gold."M. s. die Staatskräfte der preuss. Monarchie von dem Freiherrn v.Zedlitz. Bd. I. S. 8. Meibom. Script, rer. Germ. IL p. 331. DerSchatz. Das Wahrzeichen. Die Glocke. Mittheilungen aus der Bran-denburgschen Geschichte. Berlin 1827. Der Schatz des MarkgrafenJohann I. zu Neuangermünde von Karl Friedr. Loesener. Schwedt1830. Johann erscheint in Urkunden nur bis 1279, wahrscheinlichwaren Henning, Nikolaus und Bernhard seine Söhne. Nikolaus lindetsich in zahlreichen Urkunden als Zeuge, und zwischen den Jahren1301 4 als markgräflicher Truchsess, auch Bernhard gehörte zurHofdienerschaft des fürstlichen Hauses. Dieser Nikolaus von Buchsoll bei den Verhandlungen über die Kaiserwahl 1312 nach Frankfurtgeschickt worden sein, dort überliefert oder durch Geld gewonnen, ge-gen die Vollmacht seines Herrn, des Markgrafen Waldemar, zu GunstenLudwigs von Baiern gestimmt, und dafür als Strafe den Hungertoderlitten haben. Pauli in den Halleschen wöchentlichen Anzeigen 1765Nr. 42. p. 680 fgg. hat sich zwar sehr viel Mühe gegeben, diese ver-meinte diplomatische Intrigne Schritt vor Schritt zu verfolgen und denFaden des Gewebes zu enthüllen, allein einige Möglichkeiten und Wahr-scheinlichkeiten bilden noch keinen historischen Beweis. Albert vonStrassburg (und nach ihm zuerst Villani) berichtet diesen Vorfall mitfolgenden Worten: indictus miles Waidemari Brandenburgensfs Irudo-vicum elcgit et contra domini voluntatem. Trotz dem begleiteten dieMarkgrafen Waldemar und Heinrich den neugewählten Kaiser nachFrankfurt (wie mehrere dort ausgestellte Urkunden beweisen) und indem darauf folgenden Kriege verbanden sich Sachsen und Branden-