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Braxein.
ments. Im Pyritzer Kreise gehörte Denen v. B. ilas Gut Jagow, na-nientlicli war es David Vincenz v. B. auf Jagow, künigl. Landrath, einSohn des Obersten Adam Friedrich v. B., welcher um das Jahr 1740dieses Gut besass. Von ihm kam es an seinen Solin zweiter Ehe,Iaulivig Wilhelm v. B. Aus dieser Familie lebt zu Berlin der künigl.Geh. Ober-Justizrath und Präsident des Ober-Appellations-Senats beimkünigl. Kammergerichte und Ritter des rothen Adlerordens 2ter Kl. 111.E., Ij. v. Braunschweig. Zu Neisse in Schlesien aber der Generalma-jor und Commandeur der 12ten Landwehrbrigade v. B., der sich imJahre IS 14 bei Arnheim in den Niederlanden das eiserne Kreuz IsterClasse erwarb. Ein Major v. B. stand in dem Kürassier-Regiment v.Ilaillotz und starb als Oberst - Lieutenant im Jahre 1813. Sein Sohnstand als Escadron-Chef im 4. Dragonerregiment, ist gegenwärtigMajor und Commandeur eines Landwehrbataillons zu Neuwied und er-warb in der Schlacht bei Dennewitz das eiserne Kreuz. — Zu Char-lottenburg wohnt gegenwärtig ein Herr v. B. Das Wappen, welches diev. Braunschweig führen, besteht aus einem rothen und silbernen Schil-de. In der obern rothen Hälfte ist ein nach der rechten Seite fort-schreitender Löwe, in der untern silbernen Hälfte aber sind drei gol-dene Sterne, oben zwei, unten einer dargestellt. Auf dem Helmestehen 3 Straussfedern (weiss, roth und weiss).
Braxein (in), die Herren von.
Sie kommen schon in Urkunden vom Jahre 1229 unter den öster-reichischen adeligen Geschlechtern vor. Nach andern Nachrichten ge-hört diese Familie zu den ursprünglich preussischen Familien. Con-stantin von Braxein, der erste bekannte Ritter dieses Geschlechts,ward 1229 geboren und starb als Jüngling von 19 Jahren. In Preus-sen waren sie bei Liebstadt und Brandenburg begütert. Fabian Abra-ham von Braxein, geboren am 27. September 1722 zu Banners beiLiebstadt und am 17. April 1763 zum wirklichen geheimen Etatsrath,Präsidenten des Pupillen - Collegii u. s. w. ernannt, ward 1768 auf seinGesuch dimittirt und starb als der Letzte seines Stammes in Preussenin demselben Jahre. Fast mehr noch wie als Staatsmann, wurdeer als Dichter geistlicher Lieder bekannt, und namentlich wird seinLied ,,—- Herr, dessen Macht und Majestät" u. s w. noch in allenevangelischen Kirchen mit Andacht gesungen. Seine Gemahlin wareine geborne von Kreutzer und seine einzige Tochter, die Erbin seinerGüter: Augustenhof, Bajoren, Braxeinshof, Braxeinswald, Charlot-tenhof, Tharau u. s. m., vermählte sich im Jahre 1805 mit dem Ge-neral von Schöning. Die Familie scheint, wie wir oben schon bemerk-ten, bei uns überhaupt erloschen zu sein, wenigstens linden wir we-der im Civildienste, noch in den Armeelisten diesen Namen. Wohlaber steht in der Kriegsgeschichte der Name Sebastian Friedrich vonBraxein, sehr ehrenvoll durch die tapfere Vertheidigung des Briik-kenkopfes von Cosel, im Laufe der Belagerung des Jahres 1759, ein-geschrieben. M. s. Pauli a. a. O. 9. Bd. S. 260. Das Wappen zeigtim silbernen Felde einen stehenden schwarzen Birkhahn. DiesesWappenbild soll seine Bedeutung in der Sage linden, dass der Erstev. Braxein, der tapfer eine Burg gegen die Ordensritter Yertheidigte,einst durch das Aufiiiegen eines Birkhahns vor dem Ueberfalle einesnahenden feindlichen Haufens gewarnt wurde. Ueber die Familie vonBraxein im Allgemeinen iindet man Nachrichten in Kreuzfelds Schriftvom Adel der alten Preussen; in der Allgem. t. Bibliothek 57 Bd.und in der Elf. gelehrten Zeitung Jahrg. 1786. S. 380 — 82; in