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1 (1842) A - D
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Braucliitsch.

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Das Wappen der märkischen Herren v. B. giebt Siebmacher im1. Tbl. S. 17ti, uncl v. Meiling HI. S. 1)9. Es zeigt im weissen Schildeden Kopf und Hals eines goldenen, nach der linken Seite gekehrtenHirsches, auf dem gekrönten Helme wächst das Geweih dieses Hir-sches. Das Wappen der sächsischen B. giebt das genannte Wappen-buch Band I. S. 159. Hier ist es ein abgehauener Baumstamm , ausdem drei Flammen statt der Aeste hervorbrechen. Er liegt im golde-nen Felde und stellt eben so auf dem ungekrönten Helme. Sinapiusbeschreibt es in seinen Curiositäteu als der Linie Br. v. Lindau an-gehörig. Er sagt, im getheilten Schilde liegt im weissen Obertheiieein Lindenbaum, im untern weissen Theile aber erblickt man dreischwarze schräge Balken, auf dem zwei gegeneinander gestellte Flü-gel, deren jeder mit drei Balken bezeichnet ist. Ein anderweitig v.Brandisches Wappen giebt dasselbe Wappenbuch Iii. S. 127. Ks istdas der fränkischen Linie und ganz verschieden von dem vorerwähnten.Hier ist ein goldener Stern im blauen Felde der Hauptschild imSchilde und auf dem Helme. Die thüringischen und sächsischen Br.haben nach demselben Wappenbuche Theil III. S. 1,19 im weissen ge-theilten Schilde oben einen wachsenden, nach der rechten Seite sprin-genden Hirsch , unten aber vier schräg liegende Balken. — Endlichführt auch eine Linie Feuersäulen im Schilde und auf dem Helme.

2) Der König Friedrich Wilhelm III. erhob am 23. April 1819den früher in französischen Diensten gestandenen, damaligen preuss.Capitain und gegenwärtigen Major im Generalstabe, Herrn v. Brandt,geb. im Grossherzogthuine Posen, in den preussischen Adelstand, nach-dem derselbe schon französischer Chevalier de ['Empire und Mitgliedder Ehrenlegion war. Er ist auch als militairischer Schriftsteller, undnamentlich durch eine Beschreibung eines Tiieiles des Feldzuges derFranzosen im nordöstlichen Spanien, bekannt. Das demselben beige-legte Wappen besteht aus einem quadrirten Schilde. Im ersten undvierten rothen Felde sind zwei, von einem Blitze geschleuderte goldenePfeilspitzen, im zweiten und dritten blauen Felde aber drei, nach derlinken Seite gekehrte Bajonette sichtbar; auf dem Helme aber sinddrei silberne Straussfedern angebracht.

Braucliitsch, die Herren von.

Die ältesten Schriftsteller und Genealogen Schlesiens zählen die-ses Geschlecht zu dem alten und vornehmsten Adel jener Provinz.Dasselbe soll aus Polen dahin gekommen sein. Das Stammhausderselben wurde Brauchitschdorf bei Lüben, welches später an dieHauchwitze gekommen ist, und gegenwärtig einem Grafen v. Schmet-tau gehört. Schon im Jahre 1288 wird eines Petrus v. B. erwähnt,und eine lange Reihe tapferer Ritter dieses Geschlechtes sind vielfachin die Geschichte des Landes verwebt. — Ilnns v. B. war 1550 Hof-richter zu Liegnitz. ■— Jacob sen. v. B war Landeshauptmann vonLiegnitz, um dieselbe Zeit. — Jacob v. ß. war 1563 Hauptmann vonWohlau und Steinau. — Christoph v. B. 1568 Hauptmann zu Pareh-witz. — Bartholomäus 1576 Hauptmann zu Herrnstadt. — Im 15tenJahrhunderte zerfielen die v. B. in Schlesien in verschiedene Linienoder Häuser, wie in die v. Ober, v. Pohnsdorf, v. Kleinkriehen , Biel-wiese, Riester, Rostersdorf u. s. w. Alle diese Schlösser und Güterlagen im Wohlauschen und Liegnitzschen. Später breitete sich diesesGeschlecht auch im briegschen Fürstenthuine aus, wo es in die LinienStreibendorf im StrehlischenundPanner im NimpschischenKreise zerfiel.Seitdem Schlesien eine preussische Provinz wurde, haben sich viele