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1 (1842) A - D
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Brandt.

auch ansehnliche Güter besass, gehört, und vielfach In die Geschichtedes Landes verweht ist. Man unterscheidet verschiedene Linien,die sich zum Theil Mos Grand oder v. Grand nannten, oder noch Gei-natnen führten, oder noch führen, wie die Grandt v. Lindau in Sach-sen und Anhalt, die Grandt zu Neidstein in Franken (von deinSchlosse Neidstein hei Sulza so genannt), die Grandt von I'leisteinund Leutzenhof, ebenfalls in der l'falz, die Gr. von Gussek in Hessen,die Gr. zu Giihl in der Oberpfalz, liine Linie schrieb sich auch Gr.von der Feuersäule. Die Familie besitzt noch in der Gegenwart be-deutende Güter in verschiedenen Provinzen der preuss. Monarchie.Hin und wieder findet man auch, dass sich einige Mitglieder der Fa-milie v. Grand schreiben, wie der königl. Kammerherr Camillus vonGrand auf Tankow im Regierungsbezirke Frankfurt. In Preussen be-sitzt der Generaldirector der ostprenssischen Landschaft, FriedrichWilhelm Ludwiij v. Grandt, Ritter dos rothen Adler- und des Johan-niter-Ordens, Rossen u. s. w.; der D'rector der Landschaft zu Kö-nigsberg, Frust Kurl Albrecht v. Grandt, Ritter des rothen Adler-Or-dens 3r Classe, Köllen u. s. w. Sehr ansehnlich sind auch die Güter,welche diese Familie in der Provinz Grandenburg und Sachsen, na-mentlich dort die alten Wiesenburgischen Familiengüter bei Geizig,besitzt; diese Herren v. Grandt gehören zum Theil zur Linie Gr. v.Lindau: von derselben war auch ein Theil nach Schlesien gekommen,wo schon im Jahre I5U8 Georg v. Grandt Pirschen und Kurzwitz imOelsischen besass. Zu den berühmten Vorfahren dieses Geschlechtesgehört Heinrich v. Gr., der um das Jahr 1343 Gischof zu Lebus war.Laurenz v. Dr. war 144t pommerscher Canzler. In dem brandenburg-prcussischen Staatsdienste sind ebenfalls verschiedene zu hohen Wür-den gelangt, namentlich Alxtsverus v. Gr. von der preuss. Linie, deram J. März 1654 als kurförstl. brandenburgischer Geheimerath undObermarschall des Ilerzogthiiins Preussen starb. — Christoph v. Gr.,ebenfalls von der preussischen Linie, wurde von dem grossen Kurfür-sten zu verschiedenen Gesandtschaften gebraucht, und befand sichauch längere Zeit und zu verschiedenen Malen als bevollmächtigterMinister zu London Im Jahre 1665 ernannte ihn der Kurfürst zumCanzler der Neumark, aber wieder in die diplomatische Laufbahnzurückgetreten, starb er als bevollmächtigter Minister zu Stockholm,am I. Vlärz KUJI. — Eusebius v. Gr. (ein Gruder des Christoph v. D.)von der Neumäiksohen Linie, war im Jahre 1670 kurbrandenburgi-scher Resident zu Warschau, wo er, wie bekannt, den Obersten vonKalkstein in seine Gewalt zu bringen wusste. Später war er Hof-meister bei der Kurprinzessin Elisabeth, der ersten Gemahlin KönigFriedrichs!.; auch bei der zweiten Gemahlin desselben, Sophie Charlottevon Hannover, bekleidete er diese Stelle. Kr starb als wirklicher Ge-heimer Rath und Präsident des Ober-Appellationsgerichts am 16. März1706. — Endlich Christian v. Grandt, ebenfalls von der Neumärki-schon Linie, der am königl. polnischen und kaiserl. römischen HofeGesandtor war, und im Jahre 1748 als wirklicher Geheimer Staats-rath, Chef lies Geistlichen Departements und Präsident des Ober-Con-sistoriums starb. — Wilhelm v. Gr. gelangte zur Würde eines Gene-ral-Lieutenants. Kr war einer der sieben Driider, von denen wiroben Christoph und Eusebius erwähnt haben, und starb als Chefdes Infanterie-Regiments Nr. 14., und Gouverneur von Magdeburg imJahre 1701, nachdem er vorher schon Gouverneur von Ciistrin undvon Pillau gewesen war. König Friedrich I. hatte ihn zum Goneralen chef der Truppen ernannt, welche er nach Italien schickte. KineTochter von ihm war die von Friedrich dem Grossen hochgeschätzteGräfin Camas. (i\l. s. diesen Artikel.)