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1 (1842) A - D
Entstehung
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297
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Brandenburg — Brandt. 297

bei Werneuchen) erzengten Kinder: Friedrich Wilhelm und Julie , wur-den im Jahre 1794 in den gräflichen Stand erhoben und ihnen dieWürde und der Name eines Grafen und einer Grälin v. Brandenburgbeigelegt. Der Graf Friedrich Wilhelm v. Brandenburg ist gegenwär-tig königl. preuss. General-Major, Inspecteur der Garde -Cavallerieund Besitzer der Güter Domanze und Zubehör in preussisch Schlesien;auch ererbte derselbe 1834 die mütterlichen Güter Beerbaum und Zu-behör bei Neustadt-Eberswalde. Er ist mit einem Fräulein v. Mas-senbach vermählt, und es leben aus dieser Ehe mehrere Kinder. DieGräfin Julie v. Brandenburg ist die Wittwe des regierenden HerzogsFriedrich Ferdinand von Anhalt-Cüthen, die mit ihrem Geinahle imJahre 1825 die katholische Religion angenommen hat. M. s. diesenArtikel.

Das dem gräflichen Hause beigelegte Wappen besteht aus einemquadrirten, von zwei goldenen Löwen gehaltenen, in einem goldenenRahmen befindlichen Schilde. In den Quartieren 1. und 4. sieht manim silbernen Felde den gekrönten preuss. schwarzen Adler (in Nr. 1.),und den gekrönten rothen Adler (in Nr. 2.) In den Quartieren 2. und3. aber, im blauen Felde die Königskrone. Auf den zwei Helmensind die Grafenkronen wieder mit dem blauen und rothen Adler be-deckt.

Brandenburg} die Herren von.

Sie gehörten zur Ritterschaft der Eifel und stammten von Gott-fried, dem jüngsten Sohne des Grafen v. Vianden ab. Von diesemritterlichen Geschlechte waren zwei Linien vorhanden, die ältere er-losch mit Gebhard, im 15. Jahrhunderte, und die jüngere mit dem Vi-comte von Elclay, am Ende des 17. Jahrhunderts. — Friedrich vonBrandenburg erhielt im Jahre 1411 das Erbtruchsessamt im ErzstifteTrier. Er war mit der Erbtochter Dietrichs v. Clerve vermählt underwarb mit derselben die Herrschaft Clervaux. — Johann v. B., deram Ende des 14. Jahrhunderts lebte, war Herr v. Meiseburg. DasSiegel dieser alten Herren v. B. bestand in einem kleinen dreieckigenSchilde, das in einem rothen Felde stand. Auf dem Helme warenstatt der Büifelhörner zwei aufrecht stehende Klauen angebracht. M. s.Eillia illustrata 1. Bd. II. Abtldg. S. 958 u. II. Bd. 1. Abthlg. S. 67.

Brandt, die Herren von.

1) In den Marken, Pommern, Preussen, Anhalt, Sachsen, Hessen,Baiern und der Oberpfalz, auch in Franken, ist dieses alte Geschlechtin vielen Häusern und Linien verbreitet, die zum Theil dasselbe Wap-pen führen, hin und wieder aber auch mit einander in keiner Ver-wandtschaft stehen. Als Ahnherr des Geschlechtes wird von vielenGenealogen der bekannte Statthalter in der Mark Brandenburg, Brando,bezeichnet, welcher schon um das Jahr 270 n. Chr. Geb. lebte. AuchAngeli in der märkischen Chronik spricht davon : und wenn vielleichtdieser Umstand nicht zu erweisen, oder durch Urkunden zu belegenist, so ist es docli sicher, dass dieses Geschlecht zu dem ältestenAdel der Mark Brandenburg, während es auch schon in Thüringen, wieauch im Voigtlande, in den ältesten Zeiten bekannt war, und dort wiehier schon seit dein 12. Jahrhunderte zu hohen Staatswürden gelangte,