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1 (1842) A - D
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Bonvitz — Bose.

Borwitz, di6 Herren von.

Eine sehr alte sclilesisclie Familie, die aus Polen dahin gekommensein soll, wo das Wort 15or Wald oder Busch bedeutet. In der Ge-schickte des Landes kommen zuerst die Gebrüder Christoph und Nihn-las v. Borwitz auf Wiltschl.au und im Liegnitz'schen vor, die am Endedes 14. und am Anfange des 15. Jahrhunderts lebten. Auch befandsich im Jahre 1425 Heinrich v. B., ein angesehener Cavalier, zu Lieg-nitz am Hofe Herzog Ludwig II. Daselbst besassen sie auch die Gü-ter Koitz und Leusersdorf. Die Koitzer Linie erlosch schon im Jahre1608. Zu derselben Zeit kommt auch eine Linie v. Borwitz zum Har-tenstein vor, aus welcher Ilcnricus Hofmarschall des Herzogs vonLiegnitz war. Adam v. Borwitz auf Herzogswalde war Landeshaupt-mann im Fürstentimme Brieg. Hans v. B., vermählt mit einer Zedlilzaus dem Hause Lomnitz, war um das Jahr 1618 Burggraf zu Liegnitz.Auch Klonitz im Jauerschen, Kunern im Strigauschen, Kamerun, Lan-gendorf und Ober-Stradam im Wartenbergschen, so wie Trzebitzke imMielitzschen, sind alte Borwitzsche Güter, aber schon lange in andernHänden. In der Gegenwart besitzt ein Herr v. Borwitz die GüterPottenen bei Fischhausen und Gedan bei Heiligenbeil in Preussen.In der Armee haben viele Mitglieder dieses Hauses zu verschiedenenZeiten mit Auszeichnung gedient. Ein General-Major v. Borwitz a.D.,welcher Commandern - des 7. Infanterie-Regiments war, lebt gegenwär-tig in Schlesien. Das v. Borwitzsche Wappen hat viele Aehnlichkeitmit dem der Grafen Junosza in Polen und der Herren v. Bojanowskiin Schlesien. Das Schild zeigt einen weissen, nach der linken Seitezurücksehenden Widder im rothen Felde. Auf dem Helme stehenzwei Biilfelhürner, das eine weiss und in der Mitte rotli, das andereroth und in der Mitte weiss. Man findet dieses Wappen in SiebmacherI. Till. S. 70. Nr. IL, und v. Meding beschreibt es im I. Tbl. S. 70.Nr. 11. Nachrichten über diese Familie aber geben folgende Schriftenund Schriftsteller: Sinapius I. Tbl. S. 288—291. II. Till. S. 541 u. f.Lucae, schles. Chronik S. 258. 1790. Gauhe, I. Till. S. 154 u. f.

Boso, die Herren von.

Eines der ältesten adeligen Geschlechter in Deutschland, aus welchemschon einige Ritter der Schlacht beiwohnten, welche Kaiser Heinrichim Jahre 934 den Hunnen in der Gegend bei Merseburg lieferte.Einer v. Bose soll Hofkapellan und Beichtvater Kaiser Otto 1. gewesensein, und der erste Bischof zu Merseburg, der vom Jahre 968 bis 970diese hohe geistliche Würde bekleidete, war ein Bose, er soll dasDorf Bos oder Bosen erbaut haben, und ein Bruder, welcher es vonihm erbte, der Stammvater der Bosen in Meissen, Voigtland und Fran-ken geworden sein. Uebrigens bildeten die Merseburger Bose eine be-sondere Linie, die wieder in die Häuser Bose-Frankleben, Bose-Ron-stedt und Bose-Benckendorf zerlielen; die Voigtländische aber zerfielin die Häuser Bose-Triintzig und Bose-Netzschka. Auch in Schlesienwar diese Familie am Ende des 17. Jahrhunderts in den Fürstenlhii-mern Schweidnitz und Jauer begütert. Eine Linie des Geschlechts,und zwar die Netzschkausche, erhielt vom Kaiser Ferdinand Iii. diereichsgräfliche® Würde, welche 1715 vom Kaiser Karl VI. bestätigtwurde. Diese gräfliche Linie gehört dem Königreiche Sachsen an.Ein Herr v. Bose war bis zum Jahre 1806 Geheimer Finanz-Rath imGeneral-Directorio zu Berlin und leitete die Angelegenheiten des neu-ostpreussischen Departements. Er war auch Ehrenmitglied der natur-