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1 (1842) A - D
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Borstel.

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Borstel, (11) die Freiherren und Herren von.

Sie schrieben sich in früherer Zeit v. Börstel und gehören ur-sprünglich der Altmark, dem Magdeburgschen und Anlialtschen, an.Ein Mitglied dieser altadeligen Familie wurde am 28. Dec. 1670 vomKönige Karl XI. von Schweden in den Freiherrnstand erhoben (m. s.Beckmanns Anhaltsche Hist. VII. Th. S 20.1.) In der Altmark besitzensie seit langen Zeiten Schwarzlosen und Schinke. Im Kreise Ober-Bar-nim waren die schönen Güter Hohen -Finow und Fornow ihr Eigen-thum. Namentlich war Ludwig v. Borstel Hauptmann der Aemter Le-lms und Fürstenwalde, und Ernst Göttlich v. Borstel Erbherr auf Ho-llen-Finow. Der letztere war kurfürstlich brandenburgscher Kriegs-rath, Kammerherr, General-Major, Oberst des Regiments der Kurfiir-stin, Gouverneur zu Magdeburg, Amtshauptmann zu Wollniirstiidt undWansleben, Ritter des Jolianniter-Ordens, Comthur zu Werben u. s. w.Auf dem Reichstage zu Warschan, im Jahre 1785, empfing er persön-lich das Jus Indigenatus im Königreiche Polen. Er starb am 50. April1787 zu Berlin, 57 Jahre alt, und liegt in der Kirche zu Hohen-Finowbegraben. In glücklicher Ehe mit Constantia Louise v. Prüen zeugteer fünf Söhne. — Johann Heinrich v. Boerstel, königl. preuss. Ge-nerallieutenant, wurde 1098 Commandaut von Magdeburg, und starbdaselbst im Januar 1711. Er war von der Anhallschen Linie und liegtauch in Bernburg begraben. Er war mit Charitas v. Jena vermählt,ohne Kinder mit ihr zu haben. Des Directors und Landraths der Alt-mark, Heinrich Daniels v. Borstel auf Gross- und Klein-Schwarzlogen(starb 1705) Tochter, Dorothea, war die Gemahlin des berühmtenFeldmarschall von Jeetze, eine heldenmüthige Frau, die im Friedenund Kriege sich nie von ihrem Gemälde trennte und ihn selbst im ita-lienischen Feldzuge begleitete. Zu St. Crosette bei Parma gebar sieim Feldlager einen Sohn, der in die Fusstapfen seines berühmten Va-ters trat. Von dem oben erwähnten Ernst Göttlich und seinen Söhnenist der Heldenstamm hervorgegangen, der dem preiissischen Heere ver-schiedene hochverdiente Führer gegeben hat, wie der Generallieutenantund Chef eines Kürassier-Regiments v. Hörstel, der im Jahre 1805 starb,und dessen Söhne, von denen der ältere, Ludwig, als General der Cavallerieund coininandirender General in den Rheinprovinzen, und der jüngere,Heinrich , als Generallieutenant und Commandaut von Stralsund, mitvollem Rechte zu den Zierden des gegenwärtigen preussischen Heeresgezählt werden. Zu Berlin lebt ein General-Major v. Borstel, derfrüher Oberst bei dem lnf.-Reg. v. Wedel und 1815 Commandern- des7. kurmärkischen Landwehr-Regiments war. Sein Sohn Ludwig istgegenwärtig Oberstlieutenant im 22. Inf.-Reg. und Ritter des Ordenspour le merite mit Eichenlaub und beider eiserner Kreuze, zu Neisse.Gauhe giebt 1. B. S. 132 u. s. f., Krohne IL B. S. 503, Beckmann,wie wir oben anführten, VII. B. S. 203, Mushardt S. 134: Suea Ei-kes Freiherrn; Nachricht über die v. B. Siebmacher giebt 1. B. S. 174und IV. B. S. 29, und v. Meding II. B. Nr. 109 und 110 das Wappen.In dem von oben nach unten durch, einen rothen Streifen in die Queregetheilten blauen und weissen Schilde haben die märkischen Borsteldrei weisse runde silberne Bürsten mit goldenen Stielen. Siebm. 1 B.S. 174, ein anderes, in dem nämlichen Werke gegebenes Wappen derv. Borstel zeigt drei rothe Rosen im silbernen Schilde und auf demHelme drei Straussfedern, zwei weisse und eine rothe. SiebmacherVI. S. 29.

v. Zedlitz Adels-J ,ex. I. 19