Bosse.
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forschenden Gesellschaft zu Berlin. In der Gegenwart ist ein Haupt-mann v. Bose auf Ober-Budelsdorf, Landratli des Laubanschen, undein Rittmeister v. Bose Landrath des Torgauer Kreises. Der letztere ist einSohn des verstorbenen königl. sächs. Staatsministers v. Bose. Aus sächsi-schen Diensten trat der, in der Gegend von Helfta, im Coburgschen,geborne, Oberst'und General-Adjutant des Königs Friedrich August,v. Bose in diesseitige Dienste. Kr war zuletzt General-Lieutenant,Commandant der Festung Schweidnitz und Ritter des rothen Adler-ordens erster Klasse, und starb ausser Diensten vor einigen Jahren indem Kurorte Salzbrunn in Schlesien. Das Wappen giebt Siebmacherim I. Thl. S. 155 im V. Till. S. 91 und S. 29t, endlich im Zusätzedes Y. Thl. S. 10. Ein vor uns liegender Abdruck ist dasselbe, wasSiebmacher im I. Tille. S. 155 giebt, und zwar unter den Meissnischen.Das Schild ist der Länge nach getheilt, die rechte Hälfte ist in Sil-ber, die linke ist blau. Beide Felder sind ohne Bild. Auf dem Helmesteht ein silbernes Füllhorn mit rothen und weissen Blumen oder Fe-dern. Nachrichten über dieses Geschlecht geben Sinapius, II. Thl.542 u. f. Seiferts Gen. hochadeliger Kitern und Kinder, S. 20 — 27.König, III. Thl. S. 1.19—170. C. Metsch, derauf 3 Ehrensäulen ruhendeBosische Ritterstamm 1703. Gaulie, I. Thl. S. 155 —1Ü0, und AnhangS. 1380 - 98.
Bosse, die Herren von.
Der älteste Sohn des zu seiner Zeit berühmten Ingenieur zu Eis-leben, Nikolaus Bosse, Heinrich Günther Gottfried, geboren zu Claus-thal am 19. November 1080, betrat als gemeiner preussischer Soldatdie militärische Laufbahn. Muth und Einsicht verschafften ihm nachund nach hohe Ehrenstellen, zuletzt war er Generallieutenant undCommandeur zu Cosel, sein Tod erfolgte am 6. December 1755. Erund sein jüngerer Bruder, Hans Martin Bosse, Oberstlieutenant imCadettencorps, wurden, wie König im biographischen Lexikon allerHelden u. s.w. 1. Bd. S. 192 meldet, ohne jedoch Jahr und Tag derErhebung anzugeben, vom König Friedrich II. in den Adelstand er-hoben. Er starb als Generallieutenant, Chef eines Garnison-Regiments,Amtshauptmann zu Usedom, Uckermiinde, Stolpe und Verchen. Seinältester Sohn, Friedrich Leopold, geboren den 15. Mai 1719 zu Magde-burg, erstieg ebenfalls die Rangstufe eines Geherallieutenants und warChef eines Dragoner- Regiments, auch Amtshanptinann zu Draheim.Dieser General hatte in der Schlacht bei Chotositz ein Ohr verloren,und bei Kunersdorf eine schwere Wunde am Fuss erhalten. Er warmit der Tochter eines Kammerraths AValther verehelicht: und starb imPensionsstande zu Sagan. Ein Sohn von ihm war der vor längererZeit schon verstorbene Landrath Friedrich Leopold v. B. auf Lan-gendorf bei Poln. Wartenberg in Schlesien, der mehrere Kinder hin-terlassen hat. Gegenwärtig dienen noch mehrere Nachkommen inder Armee. Namentlich die Enkelsöhne Friedrich Leopolds, Söhne deserwähnten Landraths. In dem neuen preussischen, oft erwähntenWappenbuche linden wir diese Familie nicht erwähnt, auch Siebmachergiebt das Wappen nicht. Ein vor uns liegender Abdruck desselben aberzeigt einen silbernen Schild, welcher durch einen von der obern rechtennach der untern linken .Seite gehenden, mit 4 Rosetten besetztenStreif getheilt ist. Aus dem gekrönten Helme wachsen zwei Büffel-hörner.
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