Borck.
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starb am 11. März 1813. Er war mit Sophie Freiin von und zu Rei-fenstein , der Letzten ihres uralten Geschlechtes, vermählt und beklei-dete die Würden eines kur-trierschen wirklichen geh. Raths, undOberhofmarschalls; auch war er Burgherr zu Sayn und Comthur meh-rerer Orden. Er hinterliess die Herrschaften Waldeck, Sayn, Mont-feaurt, Wassenbach (Wasseletz in Böhmen) u. s. w. Das gegen-wärtige Haupt des Hauses ist Graf Clemens Wenzel, geboren den24. Mai 1773, vermählt mit Johanna Freiin zu Bibra-Bibra, undwohnt auf seinem Schlosse Sayn bei Coblenz, zu Zeiten auch aufdem Schlosse Wasseletz in Böhmen. Sein ältester Sohn ist der Land-rath des Kreises Coblenz, Graf Clemens Wenzislaus v. Boos Wald-eclc; er ist auch königl. preussischer Kammerherr und mit HenrietteFreiin v. Wessenberg-Ampringen vermählt. Der dritte Sohn desHauses, Franz Anton, ist ebenfalls preussischer Kammerherr. Dasursprüngliche Wappen des Hauses Boos-Waldeck giebt Siebmacher,I. Thl. S. 125. (v. Hellbach verwechselt es mit einem Wappen der Fa-milie v. Bose.) Es besteht in einem rothen Schilde, in welchem, in dieQuere gelegt, von dem obern rechten, zu dem untern linken Winkel,sich drei silberne Prezeln belinden. Dasselbe Bild wiederholt sich aufdem Helme in einem silbernen Adlerfluge, v. Meding beschreibt die-ses Wappen im IL Thl. No. 102. Ganz verschieden aber ist dasje-nige, welches Sinapius, II. Thl. S. 318. als das der Freiherrn Boisv. Waldeck beschreibt, die in Schlesien und namentlich im LublinitzerKreise begütert waren, v. Hatstein giebt im 1. Thl. S. 27; Humbrachtin der Tafel 124; Siebenkees im 1. Bd. S. 270; das allgem. geneal.Handbuch I. Thl. S. 409; und die Ersch und Grubersche Encyclo-pädie 10. Thl. S. 402 Nachrichten über dieses vornehme Geschlecht.
Borck (ckc), die Grafen und Herren von.
Der Borcke Muth,
Der Glusenappe GuthDer Wedel Tritt,
Kommt man schon mit.
(Ein pominerscher Wahlspruch.)
Wenn anders Alter, grosser Grundbesitz, tapfere und hochbe-riihmte Vorfahren eine hohe Rangstufe in dem Adel der Monarchieanweisen, so gebührt unbedingt diesem vornehmen Geschlechte einesolche ausgezeichnete Stelle. Auch zählt man es zu den wenigen poin-merschen Familien, welche von dem eingebornen, altwendischen Adelabstammen; der Name Borck ist das wendische Wort Wolf, undwirklich ist ihr Wappenbild ein Wolf. Sie hatten mehrere altadeligeGeschlechter zu After-Lehnsleuten. Wolf Borck soll im Jahre 1114das Dorf Labes zur Stadt erhoben haben. Wutstrack sagt in seinerBeschreibung von Pommern S. 535: Das Geschlecht der v. Borck,ehemals Burken, ist so alt, dass die Stettiner zum Sprichwort hatten:das is so old, als de Borcken und de Diiwel. Sie waren vielleichtmächtiger als kein anderes Geschlecht, und besassen ehedem dengrössten Theil des Kreises Borck, woher er auch noch den Namenführt. Im 13. Jahrhunderte gründeten sie, den Landesherren gleich,Städte auf ihrem Eigentlmme, hatten sich zehn andere adelige Häusermit Lehnspflicht unterworfen, und besassen noch in spätem Zeiten 4Städte und 54 Kirchdörfer als gänzlich freie und eigene Güter; dennals die pommerschen Herzöge Bogislav I. und Casimir I. im Jahre1181 vom römischen Kaiser Friedrich I. (dem Rothbärtigen) zu Her-