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1 (1842) A - D
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Bonsdorff — Boos-Wuldeck.

Sein Solin wurde unter dem Namen Bonnet von St. Germain vom Kö-nig Friedrich Wilhelm I. auch in den preussischen Adelstand erhohen.•Er hatte sich im Jahre 1098 um seine Landsleute durch die Einrich-tung der Niederlassung der französischen Schweizer, die er unter derOberleitung des Ministers Grafen zu Dohna zu besorgen hatte, ver-dient gemacht. Er wurde später Geschäftsträger und zuletzt Minister-Resident am Ilofe zu London, und bekleidete diesen Posten bis zumJahre 1720. Eine Schwester seines Vaters ward an den berühmtenGeheimenrath von Spannheim vermählt. Das Wappen dieser Familiebestand aus einem silbernen, durch ein blaues Kreuz in vier Dreieckegetheiltes Schild. Im obern Theile ist der Kopf, in den beiden Sei-ten-Dreiecken die Flügel und in dem untern ein goldener Fuss voneinem schwarzen Adler dargestellt. Auf dem Turnierhelme steigen auseinem schwarz und silbernen Bunde die Straussfedern, von denen zweisilbern sind, die mittlere aber schwarz ist, empor.

Bonsdorff (Bondorf, Ponsdorfcr, Pondorfer),die Herren von.

Aus diesem längst ausgegangenen uralten Geschlechte kam einRitter mit dem deutschen Orden aus Schwaben nach Preussen; es warOtto von Bonsdorff, 13.10 Grosskomthur und Verwalter des Hochmei-steramtes, als der Hochmeister Werner von Orseln ermordet war, biszur Wahl des Ludecns von Braunschweig (17. Februar 1331). Diesermerkwürdige Mann, den man wegen seiner Tapferkeit und Festigkeitauch die Eiche des Ordens nannte, fiel in der Schlacht bei Ronczeden 27. September 1331. Man sehe Wiegand Marburg. Chronik undDr. Lucas Beiträge zur Kunde Preussens. VI. p. 474. 478. Das Wap-pen giebt Siebmacher unter den schwäbischen Geschlechtern II. Bd.S. 84; es zeigt ein halb rothes, halb silbernes Schild, im obern ro-then Felde aber einen silbernen Arm, der auch in dem Adlerüügel aufungekröntem Turnier-Helme angebracht ist.

■ Boos-Wal de« k, die Grafen und Freiherren von.

Dieses uralte rheinländische Geschlecht, das auch von verschiede-nen Schriftstellern v. Bois-Waldeck genannt und geschrieben wird,ist schon seit langen Zeiten in den Freiherrnstand und im Jahre 1700in den Reichsgrafenstand erhoben worden. Der Stammvater desselben,der um das Jahr 1248 noch lebte und im Jahre 1242 von dem Erzbi-schofe von Cöln mit der Bnrg- Waldeck belehnt wurde, war Bosso I.,jedoch wird der Adel der Boose in sichern Urkunden bis in's 10. Jahr-hundert zurückgeführt. Einige Schriftsteller geben das Dorf Boos beiBockelheim im Rheingau für das Stammhaus aus, andere lassen die-ses Geschlecht aus Frankreich gekommen sein, daher sie es v. Bois-Waldeck nennen. Im deutschen Orden, im Maltheser-Orden und inden Domstiften, so wie mit den höchsten geistlichen und weltlichenWürden bekleidet, kommen Mitglieder dieses Geschlechtes vor. Inneuerer Zeit war Lothar, Freiherr v. Boos und Waldeck, kaiserl. künigl.und kur-trierscher geh. Rath; er starb 17Ö3. — Karl, Freiherrv.B.-W., war Statthalter zu Trier, bis 1776. — Friedrich v. B.-W.starb 1781 als Land-Comtlmr der deutschen Ordens - Bailay Lothrin-gen und kur - pfälzischer General der Cavallerie, und Hugo vonB. - W. starb 1792 als Ober - Chorbischof zu Trier. — Ludwig,der erste Graf v. Boos zu Waldeck, war am 5. Februar 1734 geb. und