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1 (1842) A - D
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Bolim — Bojanowski.

Böhm, die Grafen von.

Se. Majestät der jetzt regierende König erhoben im Jahre 1794den Legationsrath, Kammerherrn und Canonicus des CollegiatstiftesSt. Sebastian zu Magdeburg, Christian Wilhelm Andreas Böhm, in denAdelstand; im Jahre 1810 den 15. December aber in den Freiherren-stand und am 7. October 1819 in den Grafenstand. Er ist als Geh.Legationsrath a. D. vor einigen Jahren in Paris gestorben und kurzvorher war auch zu Berlin sein einziger Sohn mit Tode abgegangen.Es ist demnach diese Familie wieder erloschen. Das ihr bei der Er-hebung in den Adelstand verliehene Wappen bestand aus einem ovalengoldenen Schilde, in welchem ein Arm in silberner Rüstung dargestelltwar, der einen Zweig hoch empor hält, und aus dem gekrönten Helmewächst ein silbernes Einhorn. Das freiherrlich v. Bohmsche Wappenzeigt das vorige Bild des Schildes auf der Freiherrnkrone, währenddas Schild selbst rjuadrirt ist. Das erste silberne Feld stellt einenschwarzen Adler, das zweite einen Festungsthurm in blau, das dritteein Bischofskreuz in Gold, und das vierte in schwarz zwei im Andreas-kreuze liegende Schwerter dar. Das gräfliche Wappen hat dieselbenBilder, aber zwe^Helme mehr; der rechte trägt das Einhorn und derlinke den mehrerwähnten Arm.

Bojanowski, die Herreil von.

Sie gehören zu einem alten, vornehmen polnischen Geschlechte,das von den alten Grafen Zunoczka (die sich früher Baran, Schaaf,Lamm nannten) abstammt, und sie haben auch den Widder im Wappenmit ihnen gemein. Im Jahre 1580 war Peter v. Bojanowski KönigSiegismunds Gesandter auf dem Reichstage zu Augsburg. StephanBojanowski, Sr. Majestät in Polen Truchses und der polnischen Woy-wodschaft Surrogator, Herr auf Bärsclulorf, erbaute im Jahre 1688das Städtchen Bojanowe (jetzt zur Provinz Posen gehörig), seitdemschreiben sie sich Bojanowa Bojanowski. Uebrigens besassen sieauch ausser Bärschdorf, Schiemsdorf, Gross- und Klein -Wirsewitz,Robatschin, Schweinern, Elguth, Strom (die letztern im Oelsischen)Bitschin und Neudorf im Wartenburgschen, Jaskowitz und Zawoda imTostischen. — Historicus Polonus Basco, Custos Posnaniensis, Comi-tem Zunoszna, alias Baron, nominat ad Flumen Warta An. 1753. Bo-janowski in majori Polonia inde descendunt etc. In der Gegenwartbesitzt der Landesälteste und Policei-Comm. im Kreise Grimberg,v. Bojanowski das Gut Deutschkessel. In der Armee dienen vierBrüder v. Bojanowski, von denen der älteste ( 1835) Flügel-AdjutantSr. Majestät des Königs, Commandern' des 2. Dragoner-Regiments undmit einer v. Knobelsdorf vermählt ist. Das Wappen zeigt im rothenFelde einen bis auf den halben Leib hervorspringenden weissen Wid-der mit goldenen Hörnern. Derselbe Widder steht auf dein gekröntenHelme. Okolski. Orb. Polon. Tom. I. p. 334. Sinap. a. a. O. I. S.277 u. s. f. II. 535 u. s. f. Gaulie II. S. 79 u. s. f. v. Hellbach 1.Till. S. 162. Der Vater des in diesem Werk so oft erwähnten AntonSinapius (Daniel Sinapius) wurde 1677 von Stephan II., Herr v. Bo-janowski, zum Rektor der in der neu gegründeten Stadt Bojanowe er-richteten Provinzialschule vocirt. Das Wappen beschreibt v. MedingIL N. 75. Im rothen Schilde steht ein blutbespriitzter halber silbernerWidder mit goldenen Hörnern. Derselbe steht auch auf dem Helme.