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Boilcck — Bodelschwingh.
Bodeck, die Herren von.
Eine in neuester Zeit ausgestorbene preussisclie Familie, die wahr-scheinlich mit dem deutschen Orden aus Siiddentschland, namentlichaus der Schweiz und den Rheinlanden, dahin gekommen ist. HeinrichAll/recht Christoph Hnns (?) v. Rodeck (Bodecker *), geboren am 1.Marz 1750 zu Johannsdorf (Hansdorf) bei Elbing in Ostpreussen, warmit Jeannette v. Pogwisch, aus dem Hause Gross-Salau bei Domnau,vermählt, und als diese im Jahre 1803 starb, heirathete er zum zwei-tenmal, und zwar ein Fräulein v. AVildemann aus Kurland. Dieserletzte Bodeck starb am 27. August 1829 zu Neu-Miinsterberg beiMühlhausen, und ist in der Gruft zu Hirschfeld beigesetzt. Die vonihm besessenen Güter Wiese, Hirschfeld, Gross - und Klein-Marwitz,Hansdorf u. s. w. sind jetzt im Besitz des General-Majors a. D. v.Hülsen, welcher mit der dritten Tochter des letzten Herrn v. Bodeck,Ulrike v. Bodeck, vermählt ist. Das Wappen dieser nun erloschenenFamilie zeigt ein quadrirtes Schild; in dem 1. und 4. blauen Feldestehen goldene und rothe Kreuze, im 2. und 3. aber rotlie Löwenauf goldenem Grunde. Auf dem Helme zeigt sich ein rother Lowezwischen zwei oben blauen und unten rothen Adlerflügeln. Ein ge-harnischter Ritter und ein mit einer Hellebarde bewaifneter Kriegerhalten das Schild. M. s. Gauhe, I. Till. S. 127; Bucelin Steinmat. P.HI. p. 84. Append p. 28. Knigge, Ahnentafel, I. Till. Iselin's Lexi-kon. Seifert's Stammt. I. Till. No. 2. Briiggemann's Beschr. des H.Pommern, I. Till. 2. Hauptst.; v. Krohne, 1. S. 93 u. fl'. Gauhe, II.S. 78. Siebmacher, III. S. 130 No. 4 und III. S. 138 No. 10.
Bodelschwingh, die Freiherren von.
Diese uralte rheinische und westphälische Familie, die auch infrüheren Zeiten Bolswingen, Boselwic, Bodenschwengel genannt wurde,wird namentlich von Humbrach zu dem reichsfreien Adel gezählt. Siehat ihr gleichnamiges Stammschloss, das noch heute in ihrem Besitzeist, in der Nähe von Unna, in der Grafschaft Mark. Ernst v. Bodel-swingen, genannt Specke, gehörte schon zum Herren- und Grafenstande.Erlebte um das Jahr 1350. In alten Zeiten hiessen die Boilelswings v.Specke. Erst jener Ernst und sein Bruder Gerlacus haben den Namennach ihren Gütern angenommen, zu denen auch Mengede gehörte. Gis-bert, Herr zu Bodelschwingen, wurde 1537 als ältester seines Stammesmit dem ganzen Gerichte Mengede belehnt. Die Familie besass dasErbthürhiiteramt im Erzstifte Trier, und sie zerfällt gegenwärtig in dieLinie Bodelschwingh - Plettenberg zu Bodelschwingh und in die LinieBodelschwingh-Velmede. Das Familienhaupt der ersten Linie ist derlcönigl. Kammerherr Freiherr v. Bodelschwingh-Plettenberg auf Bodel-schwingh im Kreise Dortmund, der Provinz Westplialen; zu der andernLinie gehört der gegenwärtige Ober-Präsident der Rheinprovinz, Herrv. Bodelschwingh-Velmede. — In Pommern kömmt schon im Jahre
#) König Friedrich II. liess sich hei einer Revue in Preussen die Nameneiniger Offiziere nennen; als ihm auch der Lieutenant v. Bodeck vorgestelltwurde, sagte der Monarch: „nicht Bodeck, sondern Bodecker lieisst er." Sosteht auch hei Siebinacher im Verzeichnis« Bodeck (ker), in den Tafeln nennter unter dem Adel der Schweiz die Bodecker v. Elgow, die Bodecks aber un-ter dem rheinländischen Adel. Hier ist der Löwe golden und das Feld rotli, sonstsind die Wappen aller Linien gleich.