Bockelbcrg.
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Schilde, die andern, nämlich die Bock v. Nordholz, zwei laufendeBöcke im goldenen Felde, die Elsasser aber im rotlien Felde und aufdem Helme einen weissen Bock. Aus der märkischen Linie war Ni-lolns von Bock im Jahre 1.117 des Markgrafen "Hildemar Gesandterbei der Wahl des Erzherzogs Friedrich zu Oesterreich zum römischenKaiser, er gab aber gegen seine Instruction dem Herzog Ludwig vonBaiern sein Votum und wurde deshalb vom Markgrafen mit dem Hun-gertode bestraft (in. s Schweden jus Public.). Von seinen Nachkom-men erlangte Nikolas im Jahre 1392, und Sigismund 1446 die bischöf-liche Würde von Camin (Prauns Adel-Europa). In Schlesien zerfielendie von Bock in viele Nebenäste, wie die von Eisenmost (die sichwieder in die von Simsdorf, Lerchenborn und Damer theilte); die vonhobris (ilie wieder in die Rochlitzer, Wandritscher, Donnaer, Herms-dorfer u s. w. zerfielen). Als Stammhäuser des Geschlechts bezeich-net man Habendorf im Frankensteinschen und Hermsdorf im Goldberg-schen. Im Keichenbachschen hatten vor Zeiten die von Bock-Haben-dorf das Erbhofrichteramt inne. v. Helfbach nennt sie Bock von Pol-lach (S. 154). In der Gegenwart sind fast alle diese Güter in frem-den Händen, von denen, welche sie noch besitzen, nennen wir Probst-hein und Nieder-Steinberg am Spitzberge, im Goldbergschen, die demLandesältesten von Bock, vermählt mit einer von Bismark, gehören.— Von der oben erwähnten Linie Bock von Wülfingen war ChristianWilhelm, preussischer Major, Commandern' eines Grenadier-Bataillons,in der Schlacht bei Prag dreimal verwundet. M. s. König, 1. Bd. S.150. Von den schlesischen Bocks geben Lucä, I. 17||, Sinapius, I. S.269 und 316 u. s. f., Bucelin IV. S. 117, Gauhe, I. S. 124, v. Hell-bach, I. S. 154, Nachricht. Siebmacher beschreibt I. S. 62 das Wap-pen. Die in den Marken erwähnt Gauhe, I. S. 126, und Siebmachergiebt ihr Wappen II. Till. S. 161. Ueber die Bock von Pollach be-richten auch Peckenstein S. 123, Albinus S. 62, Estor S. 399.
Bockelbcrg, die Herren von.
König Friedrich Wilhelm I. erhob am 1. December 1736 den HerrnJohann Heinrich Bockelberg aus l'reussen in den Adelstand. Einer sei-ner Söhne starb als Generalmajor, Intendant und Assessor im 5. De-partement des Ober-Kriegscollegiums. Er hatte sich in der Schlachtbei Torgau den Orden pour le merite erworben. Ein Sohn diesesGenerals, Friedrich Heinrich, ist königl. preussischer Oberst und Hof-marscliall am Hofe des Herzogs Eugen von Wiirtemberg zu Karlsruhin Schlesien, und dessen jüngster Sohn, Heinrich von Bockelberg, istseit 1829 königl. Kammerherr und seit 1835 erster Secretair bei derGesandtschaft am kaiserlich österreichschen Hofe. In Pommern besitztein Herr v. B. die Güter Muddelmow und Waldenburg im Kreise Re-genwalde. Das Wappen findet man im preussischen Wappenbuche.Es zeigt ein, auf zwei ins Andreaskreuz gelegten Schwertern liegendes,durch den Spitzenschnitt in vier Theile zerfallendes weisses undschwarzes Schild, in dessen Mitte man einen geharnischten Mann ohneKopf und Fiisse erblickt, auf dem Harnisch befinden sich unter einerKönigskrone die verschlungenen Buchstaben lt. W. und in dem unternsilbernen Theile des Schildes sieht man zwei übers Kreuz gelegtePistolen. Auf dem ungekrönten Helme stehen dreiStraussfedern, zweischwarze, und in der Mitte eine weisse.