214
Bcrg-Diirfcntlial — Berge.
<len fünf über und fünf unter dem Balken stellen. Der gekrönteTurnierhelm ist mit drei Straussenfedern geschmückt.
Nachrichten über die Familie v. B. geben Klzow pommerscherAdels - Spiegel, Mart. Grundmanns Fortsetzung der Uckermark. Hist.,Arend v. Schlichtenhorst Geblersche Geschiedenisse, Arnli. 1653 f. l.B.S. 77. Küsters Access, ad bist, march. P. II. S. 41 u. f.
Bcrg-Diirfcntlial, die Freiherren und Herren von.
Eine rheinländische, alte und angesehene Familie, deren Stamm-haus Diirfenthal, bei Uelpenich im Kreise Lechenich des Regierungs-Bezirks Cöln liegt. Ehe die Franzosen sich in den Besitz dieser Land-schaften setzten, besass der Freiherr Wolf gang v. Berg zu Diirfen-thal, ausser Diirfenthal, auch das Schloss und die Herrschaft Seins-feld , und verschiedene andere Güter. Die erwähnte Herrschaft ist ge-genwärtig das Eigenthum eines Herrn v. Schweizer zu Frankfurt amMain. Der jüngere Solln Wolfgangs, der Freiherr Emst v.Berg, be-sitzt den Hof Mellich im Kreise Wittlich. Eine Schwester von ihm istan einen Herrn v. Bomel in den Niederlanden vermählt worden. Inder Gegenwart ist der erwähnte Baron Ernst v. Berg der letzte Zweigdes alten Geschlechtes der Herren v. Berg zu Diirfenthal, die in einemsilbernen Felde einen schwarzen Querbalken, auf dem ein schwarzerVogel mit rolhein Schnabel und rothen Füssen steht, führen. Auf demHelme liegt ein schwarzer, weiss aufgeschlagener Hut, über diesemaber ein silbernes Hifthorn mit schwarzer Binde. M. s. Eillia illu-strata, II. Bd. 1. Abth. S. 42 u. 43.
Berge, die Herren vom.
Sie gehören zu den ältesten adeligen Geschlechtern in Schlesien,wohin sie mit der berühmten Fürstin Hedwig aus Meran gekom-men sein sollen; während ursprünglich Tyrol und Steyermark als ihrIleimathsland betrachtet wird; sie sollen daselbst schon damals diegräfliche Würde gehabt haben. Unsere Herren vom Berge führen denBeinamen v. Berge und Herrndorf und sollen sich vormals auch v. Bergkgeschrieben • haben. Sie standen mit den reichen Freiherren v. Bi-berstein, in. s. diesen Artikel, in einem sehr engen Freundschafts-Biindnisse, und' sollen sogar von denselben mit Gütern beschenktworden sein. Als Stammherr der Herren vom Berge und Herrndorfwird Christoph v. B. auf Nymischy betrachtet. Er erwarb im Jahre1381 schon das Gut Herrndorf bei Glogau, welches mit dem nahenGute Kladen zu einem Majorate oder eigentlich Seniorate gemacht wur-de, indem dasselbe immer auf den ältesten aus der Familie, nicht aufden ältesten der Söhne der vorigen Majoratsherrn fällt. Der Gründeroder Stifter dieses wichtigen Familien-Statuts war Joachim v. B., einSohn des Johannes v. B., der am 5. März 1602 kinderlos verstarbund ausser dem erwähnten Seniorate auch ansehnliche Stiftungen zuGunsten armer Studirender gründete. — Christoph Georg v. B. warder erste Besitzer des neuen Seniorates. Er starb am 31. July 1627.Nach langen Prozessen wurde Georg Ernst vom Berge, ein 80jährigerGreis, am 19. März 1743 als erster evangelischer Senioratsherr einge-führt. Ausser diesen Senioratsgiitern besassen und besitzen zum Theilnoch die Herren v. B. auch die Güter Freiwaldau, Bura, Leipe, Ober-Wennersdorf, Märzdorf, Leitmannsdorf, Leissersdorf, die Burg Schwein-haus, Deutsch-Brey, Seifersdorf, Croschnitz, Neugadel, Gross- und