Berg.
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linden. Sie hatte bedeutende Güter acqnirirt, von denen jedoch viele,als Neclilin mit Zubehör n. s. w., am linde des 16. Jahrhunderts andie von Arnim, durch die Wiederverheirathung einer Wittwe von Berg,gehonten Euphemia von Blankenburg, mit einem v. Arnim übergingen.
Nach dem 30jährigen Kriege blühten zwei Zweige, der Schön-feldsche und der Mittenwaldsche, mit ihren zugehörigen Nebengii-tern. Letzterer ist nach dem Verkaufe seiner Güter in der Uckermarkerloschen, jedoch in Ostpreussen wieder erschienen, woselbst ein Ab-kömmling das Gut Gross - Borken bei Bischofsburg besitzt und gegen-wärtig Landrath und Bitter des rothen Adlerordens, des Militair-Ver-dienstordens und des eisernen Kreuzes am weissen Bande ist. Der-selbe erwarb schon im Jahre 1794 in dem Treffen bei Seelze denerwähnten Militair-Verdienstorden. Mehrere Söline von ihm stellenim Militair, welche sämmtlich Lehnsritter und Anwürther der Schün-feldschen Güter sind. Aus der Schünfeldschen Linie ist zuerst Frie-drich Christian v B. bekannt geworden. Er war Oberst und Befehls-haber der grossen Garde Friedrich Wilhelm I. in Potsdam, starb imJahre 17'29 und hinterliess einen Sohn, Christian, der Besitzer vonSchönfehl, Geheimer-Justiz-Rath, Landvoigt der Uckermark (d.i.Prä-sident des damaligen Obergerichts zu Prenzlow), auch Doincapitularund Senior des Hochstätts Halberstadt war. Dieser erwarb sich umdie Provinz viele Verdienste, da er im siebenjährigen Kriege durchActivität und persönliche Eigenschaften den Druck der feindlichen In-vasionen sehr erleichterte, auch später durch seine gründlichen Ver-fassungskenntnisse die Abgaben-Ansprüche sehr modifizirte und man-che Aullage abwandte. Noch grösser aber war sein Verdienst um dieganze Kurmark, durch seinen rastlosen Eifer und die Arbeiten zurEinführung des Creilitwerks und der Pfandbriefe. Nur durch seine Ei-nigung mit dem damaligen schlesischen Minister von Carmer kamdas Werk zu Stande und siegte über die hartnäckige Opposition derStände gegen Friedrichs II. väterliche Absichten. Er starb 1789 undhinterliess einen Solln, Karl Ludwig , geboren im Jahre 1754. Dieserist gegenwärtig Senior und Chef der Familie von Berg, war Kammer-herr unter drei Königen, ist der letzte pensionirte Domherr und Se-nior des eingezogenen Hochstifts Halberstadt, und der letzte designirteComthur der aufgehobenen Johanniter-Ordens-Bailay Brandenburg.Von ihm leben zwei Kinder: die verwittwete Gräiin von Voss, aufGiewitz in Mecklenburg, und ein Sohn, Karl Ludwig. — Noch hattesich ein Sohn des Stiefbruders von Christian v. B. durch Ileirath imFiirstentliume Camin ansässig gemacht. Dessen Sohn Philipp ist Be-sitzer der Güter Cartlow und Wecko bei Wollin, und hat die gesammteHand auf die Schünfeldschen Güter, noch in einem Grade näher, alsdie Lehnsvettern in Ostpreussen. Noch gedenken wir eines Lorenzv. B. auf Cleptow in der Uckermark, der im Jahre 1627 als kurbran-denburgischer Anführer der neumärkischen Lehnspferde vorkommt, undeines Franz Otto v. B., der Ilerzfehle besass und einen natürlichenSohn, Bernhard Sigmund v. B. am 16. August 1721 legitimirte. Der-selbe starb im Jahre 1743 als Oberst des Magdeburgschen Land-wehr-Regiments.
Auch in Mecklenburg-Strelitz besitzt eine Familie von Berg dasGut Neuenkirchen, Buchow u. s. w., so wie deren Descendenz derglei-chen auf der Insel Rügen. — Sie führen denselben Nainen und das-selbe AVappen, wie die Schönfeldsche Linie, und stammen wahrschein-lich auch von dieser ab. Sie besitzt aber keine Lehnsanwartschaft aufdie Schönfeldschen Güter. Das Wappen dieser Familie besteht in ei-nem blauen Schilde, welches mittelst eines rothen Balken in der Mittegetheilt ist und einen aus zehn Rosen geformten Kranz enthält, von