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1 (1842) A - D
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Berclianc — Bcrchein.

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Sebastian von Berbisdorf war 1559 Dompropst zu Merseburg. —Friedrich von Berbisdorf aber 1580 Doindecbant zu Zeiz und Naumburg.In der Gegenwart stellt nur noch ein Herr von Berbisdorf, grossher-zoglich Badenscher Stallmeister zu Freiburg, als Capitular des Dom-stiftes zu Merseburg, in einiger Beziehung zum Preussischen Staate.Die von Ponikausche Bibliothek zu Wittenberg verwahrte eine, vondem Dr. Andreas Moller angefertigte Handschrift: „Nachrichten vondem Geschlechte von Berbisdorf." Von Schernberg erwähnt diese Fa-milie 1. Bd. S. 335, und von Hellbach I. Bd. S. 123. Siebinachergiebt das Wappen unter den Meissnischen Geschlechtern i. Bd. S. 162.von Meding beschreibt es 1. Bd. S. 57. nach einem Siegel, das Casparvon Berbisdorf im Jahre 1618 führte. Im nach der Länge getheilten,roth und schwarzen Schilde sieht man zwei Arme (schwarz und rotli),sie halten gemeinschaftlich eine mit goldenen Sternen besetzte Krone.Auf dem Helme stellen zwischen zwei Adlerfliigeln dieselben Bilder.Das Wappen giebt auch Fürst 1. Till. S. 162.

Bcrchane, die Herren von.

Schwarz erwähnt in seiner Geographie von Pommern einer adeli-gen Familie dieses Namens auf Rügen, die schon um das Jahr 1304vorkommt.

Bcrchem, die Herren von.

Georg Berchem, der Sohn einer angesehenen Familie zu Bre-men und daselbst am 13. Mai 1639 geboren, trat im Jahre 1668 alsRath beim Kammergerichte ein. Der grosse Kurfürst bekleidete ihnnach und nach mit verschiedenen wichtigen Aemtern, und König Fried-rich I. (als Kurfürst Friedrich III.) ernannte ihn am 8. Decbr. 1699zum wirklichen Geheimen Staatsrathe. Schon unter dem 11.April 1698war sein Adel erneuert und auch in den diesseitigen Landen aner-kannt worden. Dieser ausgezeichnete Staatsmann, der auch einigeJahre das Appellationsgericht zu Ravensberg dirigirt hatte, starb zuBerlin den 10. Juni 1701. Er war mit einer von Martitz vermählt.Von zwei Kindern dieser Ehe heirathete die Tochter ihren OheimJohann Thomas Matthias von Berchem, Geh. Hof-Amts - und Kammer-rath, Director des Salzwesens zu Berlin. Der Sohn, Jean George, geb.1673 t 1694. Von dem edlen Geschlechte Derer von Berchem, auswelchem der eben erwähnte berühmte Staatsmann hervorgegangen ist,hat der Freiherr Ludwig von und zu Strünkede dem achtbaren Ge-schichtsschreiber, Herrn von Steinen, ein merkwürdiges üoeument mit-getheilt, aus dem wir folgende Notizen entnehmen: „Der Stammherrwar Walther Berthold, genannt Drackenbart, Herr zu Grimmbergen undMecheln, er lebte um das Jahr 1184 und war der Stifter der Abtei zuGrimmbergen, einer der vornehmsten Ritter des Landes. Seine Nach-kommen führten den Titel Bannerherren von Grimmbergen. Arnoldvon Grimmbergen nahm von der ihm mit andern väterlichen Güternzugefallenen Herrlichkeit Berchem, bei Antwerpen, den. Namen vonBerchem an, und zog mit seinem Bruder Walther ins gelobte Land.—Das Wappen der am 11. April 1698 vom damaligen Kurfürsten Fried-rich III. anerkannten Familie zeigt ein durch drei rothe Streifen ge-theiltes silbernes Feld. Auf dem Helme steht eine halbe männlicheFigur, ohne Arme, gekleidet in eine weisse Jacke mit rothen Streifen,und einer gestreiften Zipfelmütze. M. s. v. Steinen a. a. O. III. Till.

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