Beanvrye — Bechtolsheim.
191
1753. Ans seines Vaters zweiter Ehe, mit einer Tochter des Su-perintendenten Schwarz, wurde im Jahre 1728 Louis de Beausobregeboren, der nachmals Geheimerath und Mitglied der Akademie wurde.Friedrich II., damaliger Kronprinz, liess ihn nach des Vaters Todeauf seine Kosten erziehen, und nannte ihn nur le petit Beausobre,im Gegensatze mit dem grand (Isaac) Beansobre. Eine Tochter desgrnnd Beausobre widmete, ohne sich zu vermählen, einen bedeuten-den Theil ihres Lebens dem Krziehungsgeschäfte in Russland, und istin einem hohen Alter in Berlin gestorben. Ihr gebührt das Verdienst,zwei Neffen (oder Grossneffen) von der Schweizerischen Linie, anfangsnach Russland , dann nach Preussen gezogen zu haben, (wo sie alsO/Iiziere dem Namen Beausobre alle Ehre gemacht haben, oder nochmachen. Ein früher im Regiment v. Grawert gestandener, jetzigerMajor v. Beausobre erhielt vor einigen Jahren den Johanniter-Orden.Ein Hauptmann v. Beausobre lebt zu Göppingen im Würtembergschen.Man ffndet in folgenden Schriften Nachrichten über diese Familie:Nicolai, Berlin und Potsdam III. Anh. S. 1001. und Preuss, Friedlichder Grosse, eine Lebensgeschichte. Einen Theil derselben verdanken wirauch einem noch lebenden ehrenwerthen Mitgliede der franz. Kolonie.
Beanvrye, die Herren von.
Aus dieser Familie kam Bernhard von Beanvrye im Jahre 1715aus holländischem Dienste im Range eines Hauptmanns in das preussi-sche Mineurcorps. Er schwang sich durch seine Verdienste undnamentlich durch sein mit grosser Umsicht geführtes Cominando überdie preussischen Geschütze im Treffen bei Sorr, bis zum Generalempor, und starb an seinem 60. Geburtstage (13. August 1750) zuBerlin. Den Bewohnern dieser Hauptstadt war er als ein sehr ge-schickter Kunstfeuerwerker bekannt, und mit lautem Jubel und grossemBeifall sahen dieselben das von ihm am 7. Januar 174*2 zur Nachfeierder Hochzeit des Prinzen v. Preussen im Lustgarten abgebrannte grosseFeuerwerk. (Aus einer handschriftl. Anmerkung zu Königs Biogr. Auf-sätz.) Seine Gemahlin war die Tochter des Generals der Infanterievon Linger (starb 1755), und er hinterliess 4 Söline und 2 Töchter —Nicht bekannt ist es uns, ob der vor einigen Jahren verstorbeneMajor und Hofcavalier bei der hochseligen Prinzessin Heinrich, Charlesde Beanvrye, ein Sohn des Obersten von Beauvrye war.
B c 1) c k o w, die Herren von.
Ein ausgestorbenes pommerschcs Geschlecht, das um das Jahr1278 schon blühte, m. s. Hering a. a. O. Brüggemann 1. Band,9. Hauptstück.
Bechtolsheim, die Freiherren von.
Diese uralte Familie ist am Rhein, eine ihrer Linien auch inFranken, namentlich im Steigerwalde, eine andere im Sachsen-Wei-marschen begütert. Sie schreiben sich seit dem 14. Jahrhunderteschon von Bechtolsheim, genannt Mauchenheim , auch Mauchenheimgenannt Bechtolsheim. Der erste bekannte Ritter aus diesem alten Ge-sclffechte war Conrad v. Mauchenheim, der um das Jahr 1297 lebte. —