Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
189
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Bcaufort.

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Sitzungen. Ein Zweig seines Hauses, der znr reformirten Confessionübergetreten war, verliess nacli der Aufhebung des Edictes von Nantesim Jahre 1681 Frankreich und wählte sich Neufchatel zum neuenVaterlande. Seit jener Zeit kamen verschiedene Mitglieder derFamilie in den preussisclien Staatsdienst. Scipio Baron Jeanneret deBeaufort war früher der Gesandtschaft in Kopenhagen atachirt undspäter Gouverneur der Militair-Akademie zu Berlin. Das gegenwär-tige Haupt der Familie ist der königl. Oberst und Commandant derFestung Cosel, Ritter etc. etc. Francois Louis von Jeanneret Baronvon Beaufort, welcher nach seiner Vorbereitung in der AcademieMilitaire, beim Beginn zur militairischen Laufbahn, die Familie inScldesien einführte. Derselbe wohnte den Feldzügen von 1806, 1813,1814 und 1815 bei; organisirte 1816 das erste Coblenzer Landwehr-Regiment und vollendete 18*20 die Formation des 39. und 40. In-fanterie-Regiments, deren erster Commandeur er wurde, nachdem erbereits 1818 Commandeur des 36. Infanterie-Regiments gewesen war.Das Hauptwappen ist ein silbernes, mit Thiirmen (donjons) versehenesSchloss oder Burg, mit viereckigten Thürmchen befestigt, die auf einguillochirten Feld silbern gezahnt sind, mit einem Wurfspiesse versehen,der unten mit drei Federn besetzt ist. Ueber dein Mittelthiirmchen isteine Lanze, bei welcher sich unter der eisernen Spitze eine goldeneWimpel belindet, die silbern gefranzt ist. Aus den beiden anderenThürmchen geht ein goldener Pfeil hervor. Die Krone ist ein gol-dener Kreis, mit vier Perlenfeldern umwunden. Die Schildhalter sindnackte Wilde.

Das alsvon Jeanneret" dagegen geführte Nebenwappen enthältin einem guillochirten Felde zwei schräg liegende silberne Balken (deuxchevrons brises), unter denen sich ein silbernes Netz beiindet. DieSchildhalter sind aufsteigende Löwen.

2) Verschiedene Aeste und Zweige der Familie von Beaufort ausFrankreich. Viele derselben erkennen in Alexander von Beaufort-Roucy ihren Stammherrn. Derselbe besass das Schloss Roncy in derChampagne und flüchtete im Jahre 1684, wie die obenerwähnte gleich-namige Familie, der Religionsbedrückung wegen nach Holland.

Der Sohn des Vorigen, Alexander von Beaufort Herr auf Disdonkbei Geldern , trat um das Jahr 1702 in preussische Kriegsdienste undstieg in denselben bis zum General-Major und Chef des Infanterie-Regiments 48, zuletzt Kurfürst von Hessen. Er starb am 18. April1743 zu Minden und hinterliess 15 Kinder. Der preuss. Major vonBeaufort, gestorben 1822; der preuss. Seconde-Lieutenant v. Beaufortim 17. Infanterie-Regiment, gestorben zu Wesel den 8. Decbr. 1834,so wie der vor kurzem vom 13. Infanterie - Regiment abgegangenePremier-Lieutenant v. Beaufort, und der zu Mastricht 1795 verstorbenegleichnamige bekannte Schriftsteller über römische Verfassung u. s. w.scheinen sämmtlich jener Familie anzugehören, zu welcher auch deram 22. Januar 1826 zu Disdonk bei Geldern verstorbene Niederlän-dische Oberst-Lieutenant von Beaufort zu rechnen, dessen Wittwe dieTochter des Präsidenten von Golbeck in Berlin ist. Der vor einigenJahren zu Lublinitz mit Hinterlassung eines Solines und einer Tochterverstorbene Premier-Major von Beaufort scheint wiederum von eineranderen Linie zu sein, was auch bei dem jungen französischen Rei-senden in Africa, Heinrich Ernst Chevalier Grout von Beaufort, geb. zuAuberoi den 25. Februar 1798, gestorben zu Bakel am Senegal den 3.September 1825 der Fall ist. Der von Ilellbach im ersten Bande sei-nes Adels-Lexikon S. 112 erwähnte Premier- Capitain Beaufort istentweder der oben citirte 1822 verstorbene Major von Beaufort, odervielleicht derselbe, welcher sich, nach der Leipziger Modenzeitung, für