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Bawyr — Beaufort.
Bawyr (Bauer), die Herren von.
Johann von Bawyr, Herr auf Frankenberg, war mit Maria vonScheidt, genannt Weisspfennig, aus dem Bergischen vermählt. Ausdieser Ehe wurde ein Sohn geboren, Johann Friedrich von Bawyr zuKasparsbruch. Denselben ernannte der Kurfürst Friedrich Wilhelmam I. December 10.16 zum Generallieutenant und Geheimen-Kriegs-llath. Er ward auch bei der Befestigung von Pillau gebraucht. M. s.König a. a. O. 1. Bd. S. 110. Ein Major a. D. von Bawyr (Bavier)lebt gegenwärtig mit den Wissenschaften beschäftigt in Aachen, undist correspondirendes Mitglied der Sociöte philotechnirjue zu Paris.
Bayard (ar), die Herren von.
Johann Friedrich von Bayard, aus dem ßisthume Lattich gebürtig,kam 1743 aus kurkölnischen Diensten in die preussische Armee, in derer bis zum General-Major bei der Cavallerie stieg, nachdem er sichin der Schlacht von Torgau den Verdienstorden erworben hatte. Erstarb, nachdem er 13 Feldzügen und 16 Schlachten beigewohnt hatte,am 6. November 1776 zu Sclüawe in Nieder-Schlesien. — Marie deBayard, Baronne de Ferneres, fürchtete aus Languedoc nach Berlinund starb daselbst im Jahre 1703.— M. s. König, Lexikon u. s. l.Bd.S. 110. — Ermann memoires, T. IX. p. 22.
Bayscn, die Herren von.
Ein ausgestorbenes preussisches Geschlecht, das während der Herr-schaft der deutschen Ritter einige kräftige Männer aufzuweisen hatte.Gabriel von Baysen wird als Gesandter der Verbündeten, und als einMann genannt, der auch allenfalls dem heiligen Vater zu trotzen ge-lernt hatte, (ßaezko 3. Bd. S. 358). Johann von Baysen (starb 1461)und Slibor von Baysen gehörten zu den talentvollsten und tapferstenKriegsobersten. Sie waren Gubematoren der Polen in Preussen. VonJohann von Baysen sagt derselbe Schriftsteller (3. Bd. S. 368): in ihmhatte Preussen seinen grössten Mann verloren. Ganhe II. S. 47 u. s. f.M. s. a. das Gelehrte Preussen 3 Quart. S. 160.
Beaufort, die Herren und Barone von.
Von diesem uralten, ursprünglich Italien und Frankreich, späterder Schweiz und den Niederlanden ungehörigen Geschlechte sind zuverschiedenen Zeiten Mitglieder in die brandenburg-preussischenStaaten gekommen, und es haben viele von ihnen in der Armee mithohen Ehren gedient. Von den aus Italien stammenden Baronendieses Namens belinden sich in der Gegenwart bei uns 1) ein Zweigder von Beaufort, oder Belforte de Jeanneret, die in Jeannerct PierreCharles de Beaufort, der ums Jahr 1268 verstarb, ihren Ahnherrn er-kennen. Die durch ein, von dem Könige Friedrich Wilhelm II. am 5.August 1791 erlassenes Certilicat anerkannten Abstammungs-Urkundender Barone Beaufort-Jeanneret, geben uns folgende Nachrichten: einNachkomme des obenerwähnten Pierre Charles de Jeanneret, Herrn zuBeaufort, Josua de Beaufort, verliess in den Unruhen, die Ober-Italienim 15. Jahrhunderte in Bewegung setzten, sein Vaterland; er begabsich nach Frankreich und erwarb in der Dauphine ansehnliche Be-