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1 (1842) A - D
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Barner.

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B a r n e r, die Herren von.

Seit dem Beginn des siebenjährigen Krieges haben verschiedeneMitglieder dieser Familie in der preussischen Armee gedient, währendsie schon in frühem Zeiten in dänischen, holländischen, österreichi-schen und andern Diensten sich rühmlichst ausgezeichnet hatten. MitBernwardus, dem löten Bischöfe zu Hildesheini, kamen sie im Jahre999 aus Schwaben in das nördliche Deutschland. Um das Jahr 1020war der Sohn Banverds Barner reich begütert, und weil er ein vor-trefllicher Heiter war und sich in vielen Fehden, Stürmen und Schlach-ten auf seinem Streitrosse wacker getummelt und sein Schwerd aufdemselben tapfer geführt hatte, nannte man ihn Barwardum Barner,der Heiter genannt. Im Jahre 1194 finden wir am Ilofe Herzog Hein-rich des Löwen den Ritter Heinrich Barner mit dem Barte, unter dentapfersten der Ritter im Heere aufgeführt. Dieser Heinrich Barnerwird als der Anlierr der gegenwärtig in Mecklenburg begüterten undblühenden Familie von Barner betrachtet. Sie gehören zu den Fa-milien, die gewöhnlich ihren Namen ohne den Beisatz des Wört-chens von zu schreiben pllegten. Eine Linie dieser Familie schreibtsich: Barner aus dem Hause Biilow; aus derselben stammte der kai-serlich österreichische Feldzeugmeister Christoph v. Barner (auch Bör-ner und Berner). Im Jahre 1683 bei der Belagerung von Wien zeich-nete er sich ganz besonders aus, und als Andenken seiner geleistetenDienste, wurde dem Familien-Wappen eine brennende Granate bei-gefügt. Die mecklenburgschen Barner's haben sie beibehalten, die aufLaland in Dänemark aber führen dasselbe Wappen ohne die Granate.Die Erstem besitzen ansehnliche Majorate und eine sehr vorzügliche,der Familie eigenthiimliche Stiftung. Auch ist das Stammhaus Bülownoch heute in ihren Händen. Der Sage nach sind die Barners aus Ita-lien und namentlich aus Verona nach Schwaben gekommen; nach An-dern sind sie dem Namen entsprechend: Normanen, und einige Ge-nealogen lassen sie aus Bern abstammen. In Schweden giebt es Ba-ners, und in England blühen noch heute die Lords Barnerts und Ber-ner. Ein Major von Barner trat im Jahre 18 ;5 aus dem 1. Garde-Kegimente, ein anderer in demselben Jahre aus dem 7. Infanterie-Regimente aus dem activen Dienste. Ein dritter stand im 12. Husa-ren-Regimente; zwei Herren von Barner dienten bis zum Jahre 1806im Leibkürassier-Regimente, der ältere von ihnen trat als Rittmei-ster aus, und lebte seitdem im Mecklenburgschen, der jüngere ist derjetzige Oberst und Commandeur des Garde-Dragoner-Regiments inBerlin. Eine gleichnamige, aber ein ganz anderes Wappen führendeFamilie ist im Holsteinschen zu Hause, sie schrieb sich in alten Zei-ten auch Berner und zwar Berner v. Gottenradt. Von den mecklen-burgschen Barners besitzt Herr v. Meding eine genealogische Beschrei-bung, und v. Behr erwähnt sie in dem Werke: Her. Meklenb. Lib. VIII.p. 159. Gaulie I. 53., Letzner's Chronik vom Stiftsadel, IiattsteinIII. Anhang 11. Der erstere giebt das Wappen III. No. 32. und v. Me-ding beschreibt es III. B. No. 33. folgendennassen: Im blauen Feldestellt es einen ausgestreckten rechts gekehrten, aus den Wolken kom-menden silbernen geharnischten Arm, der eine schwarze brennendeFackel trägt, dar. Auf dem gekrönten Helme steht zwischen Fähnleinan goldenen Stangen eine angezündete Granate. Aber einige Aestedieses alten Geschlechtes haben, wie wir schon oben angedeutet, stattdieser Granate ein rothes Rad und vier Pfauenfedern, so auch dieBarners aus dem Hause Necheln und Wesselin (Weselin). Zu diesengehörte der Oberst Joachim Fried. Barner, der am 17. Sept. 1688starb und in der Domkirche zu Güstrow begraben liegt.

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