Bai-ftis.
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Ordenskapitel zu Speier verklagt und auf seine Absetzung angetragenwurde. Demungeachtet blieb er in seiner Würde und wurde Comthurzu Schiefelbein. Sigismund Barfus begleitete 1496 Herzog Bojes-law X. von Pommern nach Jerusalem, wo er zum Bitter des heiligenGrabes geschlagen wurde, 1530 war er Hofmeister des Herzogs Georgvon Pommern. Heinrich von Barfus auf Mögelin (jetzt weit bekanntdurch die vom russischen Staatsrath Thaer gegründete Landwirthschafts-schule) war an Dorothea von Roebeln aus dem Hause Buch vermählt,sein Sohn Dittlof, geboren 1566, ward 1610 vom Kurfürst Johann Si-gismund zum Obersten der Bitterpferde des Lebus- und Nieder-Bar-niinschen Kreises erwählt. Die Geschichte nennt ihn als einen hoch-verdienten und wohlerfahrenen Kriegsinann, er war zweimal vermählt,zuerst mit Karoline von Oppen-Kostenblatt und sodann mit Sophievon Buch-Stolpe. — Unter dem grossen Kurfürsten wurde 1659 einBarfus (wahrscheinlich Joachim Valentin ) Oberst und Chef des Regi-ments Ritterforth. — Der berühmteste dieses Geschlechts war einEnkel des oben erwähnten Heinrich und der Sohn Georg Heinrichsund Cecilien's von Wins. — Johann Alhrecht des heiligen römischenReichs Graf von Barfus, königl. preuss. General-Feldmarschall, wirk-licher Geheiiner-Rath, Ober-Kriegs-Präsident und Bitter des schwar-zen Adlerordens. Seine Eltern waren Georg Heinrich von Barfus,kurbrandenburgischer Oberster und Cecilie, Freifrau von Wins, dieihn im Jahre 1631 geboren hatte. Zur Feldmarschallwürde gelangteer im Jahre 1098, nachdem er einige Jahre früher den Sieg bei Sa-lankement in Ungarn hatte erfechten helfen. In den Reichsgrafen-stand wurde er vom Kaiser Leopold I. im Jahre 1699 erhoben; derschwarze Adlerorden sowie die Würde eines Gouverneurs von Berlinward ihm im Jahre 1701 ertheilt. Ein Jahr später trat er mit einem sehrbedeutenden Jahrgehalte aus dem activen Dienste, und sein Tod erfolgteam 27. December 1704. Er ward 80 Jahr alt. Sein Bildniss iindet maniin 14. Bande des bekannten Theatr. Europ. Er war zweimal vermählt,zuerst mit Sophia Elisabeth von Schlabrendorf und später mit Eleo-nore, Gräfin von Dönhof, er zeugte drei Söhne, Friedrich Otto, Ma-jor und Domherr, starb 1717 in Wien, an seinen bei Belgrad erhal-tenen Wunden, kinderlos, ebenso Karl Friedrich und Ludwig, derLetztere 1741. Mit dem Feldmarschall zugleich wurde sein BruderErnst Christian in den Beichsfreiherrnstand erhoben. Derselbe warkaiserlicher Hauptmann und Besitzer der Güter Guran und Schiitzen-dorf bei Neisse in Oberschlesien, und der Feldmarschall besass inPreussen die Herrschaft Quittainen von 14 Ortschaften, und in der Markdie Herrschaft Cossenblatt bei Beeskow, aus 6 Ortschaften bestehend.Die erwähnten drei Söhne waren von seiner letzten Gemahlin, GräfinEleonore Dönhof. Es erlosch mit Ludwig der Grafenstamm. In Pom-mern besass Franz Heinrich von Barfus, königl. Kammerherr, im Jahre1728 die Stadt Fiddchow und die Dörfer Selchow und Splintenfelde.Der verheerende 30jährige Krieg vernichtete zuerst den grossenGrundbesitz dieses Geschlechts, und im Jahre 1706 wurden den unmün-digen Gebrüdern von Barfus die Lehne eingezogen und dem Kammer-herrn Paul Anton von Kameke gegeben. Die Herrschaft Quittainen fielan die Grafen von Dönhof in Preussen. In der Gegenwart besitzt 'dieFamilie von Barfus noch die Güter Bazlow und Heinrichsdorf in .derMittelmark und Schloss Lagow in der Neumark. Am 1. April 1829starb der Oberst Friedrich Wilhelm Barfus zu Berlin, der längere Zeitden Posten eines preussischen Etappencommandanten zu Hildesheimversehen hatte, und ein Oberstlieutenant von Barfus war im Jahre 1835Bataillons-Commandern - im 17ten Infanterie-Ilegiment zu Wesel. Ei-nige andere Mitglieder dieser Familie standen als Subaltern-Offizierev. Zedlitz Adels-Lex. I. 12