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1 (1842) A - D
Entstehung
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Barfus.

(1. Namens erhielt denselben Orden für das im Jahre 1814 stattgefun-dene Gefecht von Lier in den Niederlanden. Preuss. Ordensliste Jahr-gang 1832 S. 339. und 432. Ermann, Memoires etc. P. IX. p. 18.

Barfus, die Herren von.

In frühem Zeiten wurde diese Familie auch Barveth, Barfot,Barfte (lat. Nudipes) benannt, während wir aus sichrer Quelle be-nachrichtigt worden sind, dass der Name von dem lateinischen Worteparvus (klein) abzuleiten ist. Sie stammt ursprünglich aus Cöln amRhein, wo sie in alten Zeiten zu den ansehnlichsten adeligen Ge-schlechtern gehörte und den grossen Parfusen-Hof am Berlich, sonstder Palast der Kaiserin Helene, Mutter Constantin des Grossen undSitz der römischen Prätoren, bewohnte. M. s. Gelenius de Magnitu-dine Coloniae u. s. w. Im Jahre 1109 kommt Jtikolf Barfuse zuerstin Urkunden vor, und 1256 war Heinrich Scholien-Amtmann. AlsMarkgraf Albrecht der Bär Rheinländer und Flanderer in die durchdie Vertreibung der Wenden verödeten brandenburgischen Marken rief,zog Heinrich Barl'nse nach der Altmark. Sein Sohn Friedrich war1227 ein Kitter im Gefolge des Herzogs Albrecht v. Sachsen. Theodorichwurde 1233 erster Stadtrath zu Stendal. Sein Sohn Heinrich ging nachStettin, wo ihn 1245 Herzog Barnim von Pommern zum Vogt undSchultheissen in Alt-Stettin, Erblehnrichter und Präsidenten des Schöp-penstulds ernannte. Von seinen Söhnen waren Heinrich, Theodorich,Heteke und Conrad Erblehnrichter zu Alt - Stettin. Ein Sohn desersteren Hans machte sicli im Brandenburgschen, bei Wrietzen an derOder, ansässig und erscheint in einer Urkunde von 1280 als zu denangesehensten Vasallen des Landes Barnim gehörig. Heinrich Barfusbesass die grossen Güter Kunersdorf, Bazlow, Frankenfelde, Reiche-now und Bliesdorf bei Wrietzen an der Oder, und erscheint in Urkun-den von 1340 und im Landbuche Kaiser Karls IV. 1375. Von seinenSöhnen waren Hans und Günther mit Markgraf Friedrich zu Constanzals derselbe 1417 die Belehnung mit der Mark Brandenburg erhielt.Hans Barfus, zu Malchow bei Berlin, war markgrällicher Hofrichter1412 und sass zu Gericht in dem Felonie-Gerichte gegen die auf-rührerischen Märkischen vom Adel. Kuno war 1440 Ritter und Kur-fürstlicher Rath, er kaufte noch die Dürfer Moegelin, Reichenberg,Herzhorn etc. und kommt in vielen Urkunden vor. Von seinen Söhnenwaren Hans und Heinrich kurfürstliche Räthe, Letzterer Ritter, unddienten t4ü0 Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz in der Schlacht beiPfeddersheim mit 6 reisigen Pferden. Jacoh war Comtliur zu Lagow1485. A on dem in Cöln verbliebenen Geschlechte wurde 1265 derParfusen-Hof von T Ferner Parfuse an den Grafen Wilhelm von Jülichverkauft, Gohelinus war 1324 der letzte Schöffenamtmann zu Cöln, undes verliessen seine Nachkommen nunmehr, wegen der ewigen Parteiun-gen zwischen dem Adel und der Gemeinde, Cöln gänzlich und kauftenGüter oberhalb Mainz, zwischen Oppenheim und Guntersblum, wo 1440Wiederich Barfus von Wintersheim und 1460 Alhrecht Barfus vonGinisheim in Urkunden vorkommen. In der Mark war 1472 NikolausBarfus zu Hohen - und Nieder-Praedikow und Grunow, kurfürstlicherRath, Melchior Barfus von Reichenberg wurde 1527 Comthur zu Mirow,dann zu Quartschen, Landvogt der Neumark, kurfürstlicher Rath u. s. w.Er war 1529 kurfürstlicher Gesandter auf dem Reichstage zu Wormsund 1530 auf dem zu Augsburg, wo er die Protestation unterzeich-nete, und war der erste von den Comthuren des St. Johanniterordens,die zur evangelischen Glaubenslehre übertraten, weshalb er bei dem