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1 (1842) A - D
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Baczko.

war bis zum Jahre 1796 Director vom 2ten Departement des Ober-Kriegs-Collegiums, wo er die Angelegenheiten sämmtlicher Cavallerieleitete. Sclion im Jahre 1775 in den preuss. Kriegsdienst getreten, warer im siebenjährigen Kriege Adjutant des General von Pennavaire;im Jahre 1771 befehligte er als Oberst das Leib-Kürassier-Regimentund 1781 erhielt er vom König Friedrich dem Grossen die ehrenvolleStelle eines Oberhofmeisters der Prinzen Friedrich Wilhelm und Louis v.Preussen, also des jetzt regierenden Königs Majestät und seines hoch-seligen Bruders. Kr trat im Jahre 1787 diesen Posten an den General-Lieutenant Grafen von Brühl ab, und seine hohen Zöglinge trennten sichmit Tliränen in den Augen von dem ihnen werthgewordenen, hochacht-baren Greise, der in den letzten Jahren seiner Dienstthütigkeit in deroben angegebenen Stellung im Kriegs - Collegium noch rüstig fort-wirkte. Beim Antritte der Regierung des Königs Friedrich Wilhelm III.war er der Erste, der aus den Händen des Monarchen den grossenrothen Adlerorden erhielt. In der Gegenwart linden wir weder in derAdministration, noch in den Listen des Heeres Mitglieder *).

Baczko, die Herren von.

So weit die vorhandenen bestimmten Nachrichten reichen, stammtdie Familie von Baczko aus Ungarn. Jedoch lässt sich der völliggleichen Schreibart des Namens wegen mit Zuverlässigkeit annehmen,dass der im 13. Jahrhunderte als Domherr zu Posen lebende und alspolitischer Geschichtsschreiber bekannte Baczko (siehe das Gelehrten-Lexikon, Ausgabe 1750. 1. Bd. S. 701.) zu ihren Vorfahren gehörte.

Die ersten zuverlässigen Nachrichten beginnen mit Andreas Baczko,welcher im Jahre 1666 nebst seinem Vater, Georg, seinen SöhnenAdam und Johann, .sowie seinen Brüdern Valentin, Ferdinand undMatthias und seiner Schwester Elisabeth vom Kaiser Leopold I. unterden Adel des Königreichs Ungarn aufgenommen wurde, (decorareconsuevimus, e statu et conditione ignobili, in rpia liactenus perstitissedicuntur, de regia Nostrae potestatis plenitudine et potentia speciali incoetum ac numerum verorum et antiquorum, praememorati RegniNostri Hungariae, partiumque eidein annexarum Nobilium duximusannumerandos, cooptandos et adscribendos.).

Der vorstehend gedachte Matthias von Baczko muss ein nicht un-wichtiger Mann gewesen sein, denn er wurde durch den FeldmarschallZeister der Gnade und Belohnung des Kaisers würdig erklärt. Erbesass die Güter Igor und Datt in Ungarn und kommt als VicecomisMoschoniensis (Vicegespan der Grafschaft Weissenburg) im tripartitoregni Hungariae, mit unter den Coinmissarien vor, die der Kaisernach der Beruhigung Ungarns dazu ernannte, die Angelegenheiten desLandes in Ordnung zu bringen.

Er hinterliess drei Sühne, Anton, Karl und Adolph. Der ersterewar Aufseher einiger beträchtlicher Güter, welche damals der Herzogvon Modena in Croatien besass, und ein Solln von ihm lebte noch inden letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts zu Ilernowitz in der Bu-kowina.

Der zweite (Karl) fand als Lieutenant der ungarischen Infanterieden Tod in der Schlacht bei Mollwitz.

ftj Jede nähere Auskunft über diese Familie wird uns willkommen seyn,da es uns nicht gelungen ist, sie durch gedruckte Quellen oder durch Corre-spondenz zu erhalten.

Der Vorstand der Redaction des Preuss. Adels-Lexikou.