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Arnsberg — Arnstedt.
Die vordere I-Ielindecke ist weiss und schwarz, die hintere aber gelbund blau. So giebt es Sihapius II. Till. S. 501. Die fränkische Liniehat in der Mitte des Schildes einen schrägen, goldenen Balken, 7.11dessen rechter Seite unten drei rothe Kosen im weissen Felde, undoben drei Sterne zu sehen sind. Auf dem Helme bemerkt man zweiBüffelhörner, bei deren Spitzen ein Stern angebracht ist. In der Mittesteht ein gekröntes Mannsbild unten abgekürzt und ohne Arme, dessenKleidung an der Vorderseite blau, an der hintern weiss, und auf derBrust mit einem Sterne bezeichnet ist. Aus der Krone gehen dreiStraussfedern hervor, die mittlere weiss, die andern zwei roth. Dievordem Helmdecken sind weiss und roth, die liintern weiss u. blau. —Die Arnolds-Ehrenberg, deren Diplom vom 17. Januar 1828 ist, führenin ihrem in vier Felder getheilten Wappen einen Greif im rothenFelde, einen halben Mond in einer Figur, die im silbernen Felde steht,einen Baum im goldenen Felde und einen Tiger im schwarzen Felde.Der erstere ist auch auf einem der Helme angebracht, auf dem ande-ren Helme erblickt man einen dreifachen Pfauenschweif, an dem zweigespornte Stiefeln befestigt sind. Die übrigen Herrn v. Arnold habeneinen sechseckigten goldenen Stern im rothen Felde und einen ebensolchen zwischen den Biiffelhörnern auf dem gekrönten Helme.
Arnsberg, die alten Rcicbsgrafen u. die Herren von.
Der Ursprung der alten Reichsgrafen v. Arnsberg in "VVestphalenIiisst sich mit Gewissheit bis zum Jahre 1070 zurückführen. Die Herrnv. Arnsberg sind eine ausgestorbene alt adelige und ritterbüftige Fa-milie der westphälischen Grafschaft Mark. v. Steinen vermuthet, dasssie von den alten oben erwähnten Grafen abstammt. Sie besass vorder Keformation grosse Güter in dieser Landschaft. Im 14. Jahrhun-derte waren die v. Arnsberg Dienstmänner der Grafen von Limburg.Mehrere Fräulein aus diesem Hause, namentlich zwei, mit NamenJutta und eine mit Namen Guntcra , waren um diese Zeit nach einanderAebtissinnen des alten berühmten adeligen und freiweltlichen Stift'sFreudenberg in der Grafschaft Mark. Kin Herr v. Arnsberg starb imJahre 1433 als Weihbischof zu Cöln. Viele v. Arnsberg führten denVornamen Degenhard. — Degenhard III. v. Arnsberg ward 1001 Bür-germeister zu Unna und Bertram Michael v. Arnsberg bekleidete diesesAmt 1G60. — Margaretha v. Arnsberg war um das Jahr 1000 Aeb-tissin zu Paradies. Das Wappen dieser Familie führt im goldnenSchilde einen schwarzen Adler mit ausgespreizten Flügeln und einengoldnen Angelhaken auf der Brust. Ein gleicher Adler stand auf demHelme, dessen Decke schwarz und gelb war.
Arnstedt, (aucli Arnstadt,) die Herren von.
Sie werden ursprünglich zum märkischen uralten Adel gerechnet,obgleich sie als ein Meissnisches, Anhaltsches und Thüringsches Ge-schlecht angegeben werden. In Thüringen kommen sie seit 1335 vor.
— Alhrecht von Arnstedt blieb 1550 vor Magdeburg. —■ Hieronymusv. Arnstedt war Vice-Domherr zu Halberstadt — sein Sohn ErasmusChrist. Domdechant zu Magdeburg und Herr auf Otzdorf und Barleben
— und sein Enkel Jacob v. Arnstedt wurde künigl. poln. General-lieutenant. — Im Jahre 1736 war Ludwig Brand v. Arnstedt sächsischerGeneral. —• In der Mark und namentlich in der Altmark besassen sie,wie Gundling a. a. O. S. 6. (Anhang) anführt, das Dorf Demker; früher