Anistein — Afras.
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und später besassen sie auch in den oben angeführten Landschaftenansehnliche Güter. In der preussischen Armee haben als Staabs- undSubaltern-Offiziere seit langen Zeiten Mitglieder dieser Familie gedient.Kin Major v. Almstedt stand in dem Regiment Gensd'armen und starbpensionirt am 27. März 1830 in Berlin, 80 Jahr alt. Ein Oberstlieu-tenant y. A. starb im Jahre 1817 bei dem Berliner Invaliden-Bataillon.Kin anderer war Commandant des Invalidenhauses zu Rybnick inSchlesien. Ein Major von Arnstadt ist im Jahre 1826 als Commandantdes 1. Batiii11. 3. Garde - Regiments ausgeschieden. Ein Capitain vonA. starb im Pensionsstande im Jahre 1828, eben so ein Major, wel-cher Commandenr des 3. Bat. 23. Landwehr-Regiments war, im Jahre1824. In der Gegenwart dienen noch mehrere Subaltern - Offizieredieses Namens in der Armee. Im Königreiche Sachsen besitzt eineLinie dieser Familie mehrere Güter, namentlich bei Waldheim: Otz-dorf, Littdorf, Brumby und Bardleben. Am 18. Oclbr. 1827 starbzu Otzdorf der Senior seines Geschlechts, Georg v. Arnstädt, im 86.Jahre s. A. In der Mittel-Mark besitzt der Rittmeister v. Almstedtdas Gut Grossen - Kreuz. Siebmacher giebt das Wappen Till. I. S. 75.Nr. 7., Seifert die Ahnentafeln dieser Familie, Gauhe erwähnt sie I.S. 28. und Uechtritz in seinen diplomatischen Nachrichten S. 15. —Das von Arnstedtsche W appe nbild besteht aus drei auf einem Stabe,welcher das Schild vom oliCTn rechten Winkel bis zum untern linkenWinkel in zwei Hälften theilt, liegenden Rosen. Die rechte Seite istrotli, die linke Seite Silber. Auf dem Helme stehen in zwei Adler-ilügeln sechs solche Rosen.
Arnstein (Arenstein), die Freiherren von.
In der Nähe des gegenwärtig zum Reg. B. Merseburg gehörigenStädtchens Heckstädt liegen die alten Mauern des Schlosses Arenstein.Seit dem 9. Jahrhunderte war es das Eigenthum, das Stammhaus undder Sitz des um das Jahr 1260 mit Albertus v. Arnstein, Dompropstdes Erzstiftes Magdeburg , erloschenen freiherrl. Geschlechtes der Arn-steiner. Nach seinem Erlöschen fielen Schloss und Güter an die Gra-fen v. Rheinstein, die sie im Jahre 1387 an die Grafen v. Mansfeldverkauften; pfandweise kamen sie im Jahre 1678 an die Freiherrenv. Knigge, dann gehörten sie zu einem sächsischen Amte. M. s. Pfef-finger Braunscliw. Gesch. P. 1. p. 680. — Buddei histor. Lexc. Forts,p. 72. Gauhe 1. B. S. 19.
Ar ras, die Herren von.
Ein sehr altes adeliges Geschlecht, von dem eine Linie in demGefolge einer Prinzessin von Kurland, die sich im Jahre 1595 mit demHerzoge Adam Wenzel von Teschen vermählte, nach Schlesien kam.Ein Zweig war auch um diese Zeit schon in Pommern, wo es Nenen-kirchen im Anclamschen Kreise besass, und Estor zählt es in seinerAhnenprobe zu dem Obersächsischen Adel. Schon im 14. Jahrhundertekommt dieser Name vor. Man schliesst daher, dass es erst aus Sach-sen nach Kurland und von da nach Schlesien kam. Die in Schlesienansässig gewordenen Arras vermählten sich mit Töchtern aus vorneh-men böhmischen Geschlechtern, wodurch sie mit den Martinitzen, Clam,Schlieben, Bludowsky u. s. w. verwandt wurden. Sie schreiben sichauch Arras von Arentzdorf. In Liefland besass Caspar Arras v. Arentz-dorf das Gut Lemsell; er starb am 10. Aug. 1601 an einer von den