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Ampacli — Amstel.
Ampacli, die Herren von.
Die Herren von Ampacli sind tlieils sächsischen, tlieils tyrolisclienAbkommens; von ihnen gehört hierher der am 5. Juni 1831 zu Naum-burg a. A. S. verstorbene Dechant des dasigen Domstiftes, ChristianLeberecht, bekannt als Numismatiker und Besitzer einer ausgezeich-neten Sammlung von Münzen, Alterthümern, Gemälden und andernSeltenheiten, ein in der Kunstwelt gefeierter Mann, dessen unablässi-ges Streben dahin ging, Ausgezeichnetes zu leisten. Ueber sein Miinz-kabinet Numophilatriuin Ampachianum, welches nach seinem Tode ver-steigert worden ist, befindet sich ein lesenswerther Aufsatz in derneuen numismatischen Zeitung, Weissensee, 1. Jahrgang 1835. DasWappen zeigt im silbernen Herzschilde eine männliche goldene Figur,in dem ersten und vierten Felde strömt ein Bach, im zweiten unddritten sind in jedem drei längliche Haken, deren einen die Figur inder Hand hält, die im Mittelschilde steht; eine eben solche erhebtsich aus dein Helme.
Amp ring eil, die Freiherren von.
Dieses uralte und vornehme, aus dem Breisgau stammende Ge-schlecht , welches sich rühmen kann, zu den Nachkommen der Habs-burgs gezählt zu werden, hat dem deutschen Orden in Johann Casparv. Ampringen einen seiner vornehmsten Grossgebietiger gegeben. Erführte den Titel: Job. Caspar, Herr v. Ampringen, Administrator desHochmeisterthums in Preussen, Meister deutschen Ordens in Deutsch-und Wälschland, des heil, römischen Reiches Fürst und Herzog zuFreudenthal, und Oberster Hauptmann im Herzogthume Schlesien. Erwar der drei und zwanzigste Ober-Hauptmann und gelangte im Jahre1682 zu dieser hohen Würde, die er jedoch nur zwei Jahre bekleidete,denn er starb im Jahre 1684 zu Breslau im 64. Jahre seines Alters.Diese freiherrl. Familie ist mit ihm erloschen, und ein naher Ver-wandter des Hauses, Rupert Florian v. Wessenberg, hat das Wappenund den Namen mit kaiserlicher Erlaubniss dem seinigen TreigbfiTgWEs bestand aus einem rothen Schilde, in dem sich zwei silberne Pfühleunter einem goldenen Balken befanden, auf dem Helme sind zweiBärentatzen, als ßiiffelshörner, angebracht. Der berühmte Diplomatund kaiserl. österr. Staatsminister v. Wessenberg führt gegenwärtig denNamen eines Freiherrn v. Wessenberg-Ampringen, Oesterr. Staats-schematismus, Jahrgang 1835.
Amstel, die Herren von.
Die Herren von Amstel, die im Heere Friedrich II. dienten, sol-len von dem berühmten Geschlechte der v. Amstel, Herren v. Amstel-dain oder Amsterdam abstammen, und zur Zeit der Religionskriegein die preussischen Staaten gekommen sein. — Georg Friedrich vonAmstel, geboren am 10. Januar 1690, war der Sohn des Obersten vonAmstel, Commandern' des Infanterie-Regiments v. Döhnhoff und einerFreyin v. Königseck, er starb als General-Major, Chef eines Infanterie-Regiments , Commandant in Stettin, Amtshauptmann zu Grüningenu. s. w., am 6. Mai 1757 in der Schlacht bei Prag auf dem Bette derEhre. Mit Elisabeth Eleonore v. d. Gröben erzeugte er sieben Kinder,von denen Georg Heinrich als Lieutenant und Adjutant des Generals v.Canitz in der Schlacht bei Gr. - Jägerndorf (30. August 1757), also