Amstetter — Anckerslieim.
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mit seinem Yater in einem Jahre, den Tod fürs Vaterland starb. M.s. Königs biogr. Lexic. 1. Bd. S. 8.
Amstetter, die Freiherren und Herren von.
Sie stammen ursprünglich aus Oestreich und kommen schon inUrkunden, die im Jahre 1437 ausgestellt sind, vor. Man unterschei-det die Linien zu Heimberg, Grabeneck und Zwerbach. Ein Zweigdieser Familie ist auch nach Schlesien gekommen, und einige Herrenvon Amstetter standen sowohl im Militair- als iin Civildienste. ZuBreslau belindet sich noch aus diesem Geschlechte der königl. Justiz-rath Amstetter. Derselbe hat sich aber im Jahre 1831 des adeligenPrädicats begeben, und es ist demnach in den preussischen Staatendie freiherrliche und adelige Familie von Amstetter als erloschen zubetrachten. (Nach einer brieflichen Mittheilung von erster Iland un-ter dem 11. October 1835.) Ueber diese Familie geben nähere Nach-richten: Bucelin Stemmat. P. III., Wissgrill P. I. S. 120. u. s. f. —Siebmacher giebt das Wappen derer von Amstetter 5. Bd. No. 16.Iiier ist im ungetheilten Schilde ein goldener Thurm im rothen Felde.
An che, d', die Herren.
Die Familie d'Anche gehört zu den ersten Häusern von Anjou inFrankreich. Aus derselben sind mehrere Bischöfe und hohe Staats-beamten hervorgegangen. Unter dem grossen Kurfürsten kam Claudede Beilay Chevalier, Seigneur d'Anche schon vor dem Widerrufe desEdicts von Nantes nach Berlin. Er fand eine sehr gute Aufnahme,wurde kurfürstlicher Kammerherr und später Gouverneur der dreiMarkgrafen Albrecht Friedrich, Karl Philipp und Christian Ludwig.Der erstere und der zweite wurden Heermeister des Johanniter-Ordens,Albrecht Friedrich starb den 21. Juni 1731 zu Friedrichsfelde, undKarl Philipp am 13. Juli 1695. Christian Ludwig war Statthaltervon Ilaiberstadt und starb am 3. September 1734 zu Malchow beiBerlin. Er wurde durch sein erlangtes Ansehn der französischenKolonie und allen seinen geflüchteten Landsleuten sehr nützlich,namentlich trug er sehr viel zur Gründung der französischen Kir-che bei, deren Aeltester oder Deputirter er wurde. Nach dem Wi-derrufe des erwähnten Edictes begann von Neuem sein verdienstvollesWirken um die Flüchtlinge, und auf seinen Ruf wendeten sich auchviele reiche und vornehme Familien nach Brandenburg. Namentlichauch ein Zweig der Familie Anjou, die Marconnay et Villiers (in. s.d. Artikel), der im Vaterlande Alles der Religion zu Liebe zum Opferbrachte. In Küsters altem und neuem Berlin Bd. 1. S. 69. belindetsich ein Denkmal auf den hier erwähnten Herrn von Anche. Ennanführt diese Familie in seinen Memoiren T. 1. S. 335 — 37. und T. IX.S. 5. an.
Anckerslieim, (auck Anckerkeim) die Herren von.
Eine adelige pommersche Familie, welche das Gut Rosenfeldebei Greifenhagen besass und auch in den Vasallentabellen vorkommt.M. s. v. Gundling Brdbg.-Atlas u. s. w. Anhang S. 19. Kaiser Leo-pold I. erhob den Amts-Kammerrath und Ober-Amtmann Christian Ma-ihesius, unter dem Namen von Anckerslieim in den \delstand, und derKurfürst von Brandenburg Friedrich III., nach ..aliger erster Königv. Zedlitz Adels-Lex. I. 8