Amnion.
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Der gekrönte Helm ist mit einem doppelten Pfauenschweife geschmückt.Auf diese Familie bezieht sicli folgender Auszug aus dem Kirchenre-gister der französischen Gemeinde zu Berlin:
Extraitsdes llegltres de l'Eglise francoise refug. de Berlin.
1) Bapteme d'Amalie Ernestine, nee le 28. Octobre 1717, lille deBernard d'Ainmon, Secretaire du Koi, natif de Berne, et de Louised'AIencon, native de Berlin.
2) Mortuaire de la meine du 23. Aoiit 1718.
3) Mortuaire de Pierre Andre, iils des Surnommes, du 2. Novem-bre 1723; il n'a pas ete baptise h Berlin.
4) Acte de manage iTÄntoin Chretien Louis Marteville de St. Sou-verain, natif de Tornau, dans la Marche, Aide de Camp du Generalde Ginkel, au service de la republique des Provinces Unies, iils d'Ar-thur Antoine Pierre Seigneur de Marteville Saint Souverain, Beaupreet Boisgoubert, Capitaine au service du Koi de Prusse, et de DaineLucrece d'Estope avec Mademoiselle Marie Louise Amnion, lille deMr. Bernard Amnion, Conseiller du Boi de Prnsse et de Louise d'A-Iencon, le manage a ete beni le 11. Decembre 1740.
5) Mortuaire du 1. Mars 1752, de Louise d'AIencon, veuve deMr. le Conseiller de la Cour Bernard d'Ammon, agee de 00 ans.
6) Mortuaire du 27. Febr. 1783 de Christophe Henri Baron d'Am-mon, Chambellan du Roi et Conseiller ä la Cour de Justice superieurefrancoise, age de 70 ans, iils de Bernard d'Ammon, Conseiller duRoi 'de Pologne et Juge de la Colonie francoise de Halberstadt et deLouise d'AIencon.
Dass obige Auszüge mit dem Kirchen-Register völlig gleichlautendsind, bescheinigt hiermit amtlich der Consistorialrath Palmie, Predi-ger an der hiesigen französisch-reformirten Friedrichs-WerderschenGemeinde. Berlin, den 30. Mai 1835.
Hellbach führt dieses Geschlecht Till. 1. S. 67. an, und sagt: „dieFamilie scheint ausgestorben zu sein"; wir aber setzen hier nochhinzu, dass in der Rheinprovinz noch mehrere Familien v. Amnionanzutreffen sind. Einige Mitglieder sind auch noch in dem PreussischenCivil- und Militärdienste. Zu Düsseldorf starb am 16. Januar 1630eine sehr achtbare Dame, Bernhardine Henriette, vermählte von Am-nion, geborne v. Owen, Dame des preussischen Luisen - Ordens. Inder Gegenwart war Hr. Friedrich Ferdinand v- Amnion, Ober-Procu-rator, und Hr. G. IP. Th. v. Amnion, Procurator des öffentl. Mini-sterii zu Düsseldorf. Das Wappen der Frhrn. v. Amnion giebt Pro-fessor Bernd in seinem rheinischen Wappenbuche 1. Heft. Das Schildist in vier Theile getheilt; im ersten belindet sich im weissen Feldedie Hälfte eines Doppeladlers, im zweiten erblickt man Arme, dieeine Königskrone halten, im dritten einen Ritter, der einen halbenMond in der rechten Hand hält, und im vierten die zweite Hälfte desDoppeladlers, auf dem Helme befindet sich eine mit einer doppeltenReihe von Pfauenfedern geschmückte Krone. Von den Ammon's inSachsen und Baiern giebt eine im Jahre 18" zu Dresden von C. Fr.Ammon erschienene geneal. Schrift nähere Auskunft. Jon ihnen wurdeder königl. sächsische Ober-Consistorialrath, Doctor C. Fr. v. Ammonzu Dresden, 1825 Ritter des rothen Adlerordens 3. Klasse, und derkönigl. baiersche Kammerherr und Ober-Appellationsgerichtsrath Dr.v. Amnion zu München, 1830 Ritter des preuss. St. Johanniterordens.E. W. Ph. v. Amnion ist der Verfasser der Gallerie der denkwürdig-sten Personen, welche im 16. bis 18. Jahrhunderte von der evangeli-schen zur katholischen Kirche übergetreten sind.