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Alvcnslcbcn.
viml Neugartcrslebensclicn, und b) in den Joachimschcn Zweig. Er hattenämlich das Sckloss Neugarterslöben von dem Käthe der Stadt Mag-deburg erkauft, und war ein gottesfiirchtiger und für seine Zeit ge-lehrter Mann, in dessen Nachlasse man auch mehrere genealogischeArbeiten gefunden hatte. Er starb im Jahre 1586 in dem ehrwürdigenAlter von 85 Jahren. Von ihm ward ein Sohn Russo zu Wallhausenerschlagen. Seine beiden andern Söhne theilten sich in die Güter.Ludolph, magdeburgscher Landrath, erhielt Hundsburg; seine Linieerlosch mit seinem Enkel Gebhard im Jahre 1696. Dagegen blühte diezweite Linie des Ludolphinischen Stammes, die Garterslebensche, fort.Von ihr ward Gebhard III., geboren 1618, magdeburgscher und mer-seburgscher Geheimer Rath, als ein gelehrter Staatsmann bekannt, derzu vielen wichtigen Gesandtschaften gebraucht wurde, auch als einfruchtbarer Schriftsteller einige 20 Bände Schriften unterschiedlicherMaterien hinterliess; er starb 1684. — Johann Friedrich, starb 1728als brandenburgscher Geheimer Rath und Gesandter an verschiedenenHöfen. Er war der Erbauer des schönen Schlosses Hundsburg und derGründer einer auserlesenen Bibliothek. — Rudolph Anton , gelangte1737 zur Würde eines kurbrandenburg-lüneburgschen Geheimen Staats-ministers. — Karl August, starb im Jahre 1746 als königlich gross-britannischer Geheimer Kammer-Rath und Viceberghauptinann u. s. w.Das Haus b. oder die Joachiinsche Linie theilte sich wieder in dasalte und in das junge Haus. — Im Ganzen sind aus dem Alvensle-benschen Geschlechte hervorgegangen: ein Heermeister des Tempel-ordens ; ein Heermeister des Johanniterordens; zwei Bischöfe zu lla-velberg; mehrere Dompröpste, Domdechanten und Domherren zu Mag-deburg, Halberstadt, Merseburg und Havelberg; gegen 100 studirtenauf Universitäten; einer war kurfürstlich - brandenburgscher Feldhaupt-mann; einer wurde königl. preuss. Generallieutenant; zwei waren kö-nigl. preuss. General-Majors; viele waren Stabs- und Ober-Ollizierein den Preuss., Oesterreichischen und anderer Staaten Heere; einerwurde königl. preuss. Geheimer Staats-, Kriegs- und Kabinetsminister;einer wurde königl. preuss. wirklicher Geheimer Rath und Chef desFinanzministeriums; drei waren grossbritannische und hannoverscheStaatsminister; einer war Landvoigt; einer Landtagsmarschall; zweiLandesdirectoren; einer Oberhofmarschall; zehn Oberhofmeister; vierHofmarschälle; zwei Hofmeister; fünf und zwanzig Ritter des grossenOrdens der alten Ritterschaft; einer Ritter des grossen schwarzen Adler-Ordens ; zwei Ritter des grossen rothen Adler-Ordens; mehrere Com-thure und Ritter des Johanniter-Ordens, so wie des eisernen Kreuzes1. Klasse, 2. Klasse u. s. w.
Das Wappen der Grafen von Alvensleben ist folgendermassen zu-sammengesetzt : Das Schild ist blau und wird von zwei rothen Strei-fen in drei Theite getheilt; auf dem obersten belinden sich zwei, aufdem untersten eine Rose. Dieses Schild wird von zwei stehendenLöwen gehalten und ist mit einer Grafenkrone bedeckt, über welchezwei Helme schief gelegt sind. Sie tragen jeder eine Krone. Auf derKrone rechts erblickt man einen rothen und blauen Baumstamm, dereine Rose hält. Auf der links steht ein preussischer, gekrönter Adlermit ausgebreiteten Flügeln.
Als eine interessante Notiz gehört hierher, dass die Familievon Alvensleben seit alten Zeiten, und zwar früher in der Schlosskapellezu Kalbe und jetzt auf dem Gute Elxleben, einen goldnen Ring auf-bewahrt, welchen, der Sage nach, einst eine wohlthätige Ahnfrauvon einer Zwergin erhielt, der sie in Geburtsnöthen bei nächtlicherZeit grossen Beistand geleistet. Von der sorgfältigen Aufbewahrung