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1 (1842) A - D
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Alvcnslebcn.

Prinzessin, die spätere Gemahlin Kaiser Heinrich IV., zur Ehe, under soll die Grafschaft Alvenslehen als ein heimgefallenes Lehn einge-zogen und seinem Sohne Conrad überlassen haben, welcher nun derStammvater des gräflichen Geschlechts wurde, während die Herrenvon Alvenslehen als ein Seitenzweig seines Hauses entstanden. Soerzählt Beyer in seinen handschriftlichen Nachrichten von den Grafenzu Alvenslehen. Ganz sicher und aus vielen Urkunden ist es erweis-lich, dass der Adel des Alvenslebenschen Hauses von grossem Alterist und Friedrich, Wichard oder Richard, und Gebhard von Alvens-lehen kommen schon im 12. Jahrhunderte in der Landes-Geschichtevor, wie man aus Dreihaupt's Beschreibungen des Saalkreises undLeuthfeld's, Ludwig's und Ferk's Schriften ersehen kann. ImJahre 1257 kommt nach Walters Beschreibung von Magdeburg Geb-hard von Alvenslehen als Erbauer des neuen Schlosses auf der späterköniglichen Domaine Alvenslehen vor. Uebrigens führten die altenausgestorbenen Grafen von Alvenslehen dasselbe Wappen, dessen sichin der Gegenwart noch die von Alvenslehen bedienen. Vom 17. Jahr-hunderte an finden sich Nachrichten der verschiedenen Linien vor.Das Stammhaus der rothen Linie war Erxleben, das älteste aller Al-venslebenschen Fainiliengüter, welches noch heute in den Händen desGrafen Albrecht ist. Diese rothe Linie zerfiel wieder in zwei Abthei-lungen. Die ältere war die erwähnte zu Erxleben. Das Schloss da-selbst vertheidigte Heinrich von Alvenslehen im Jahre 1348 tapfer undstandhaft gegen die Bürger von Magdeburg, die unverrichteter Sacheabziehen mussten; so erzählt Meibom in der Magdeburgschen Chro-nik Thi. 2. S. 345. Auch Heinrich III. musste im Jahre 1441 eineharte Belagerung seines Schlosses von den Braunschweigern ausstehen,und mit Busso III. ging das erste Hans Alvenslehen-Erxleben imJahre 1534 aus. Dieser letzte der Linie war Magdeburgscher Rathund Hofmarschall, er wurde wegen seines grossen Besitzes der reicheBusso genannt. Sein Vermögen kam aber nicht der Familie zu gute,sondern er vermachte es verschiedenen geistlichen und weltlichen Stif-tern, nur seine Lehngüter kamen an den zweiten Zweig der rothenLinie, nämlich an die Alvenslehen - Calvörden oder Rogöscn, deren frü-herer Besitz in dem braunschweigschen Schlosse, Flecken und Weich-bilde Calvörde bestand, das sie jedoch nur pfandweise von den Her-zögen von Braunschweig inne hatten. Aber auch das Haus Calvördestarb 1553 aus, und seine Güter kamen mit Calvörde selbst, dasBraunschweig wieder einlöste, nun von der erloschenen rothen Liniean die weisse und schwarze Linie. Der Stammvater der weissen Liniewar Gervasius, ein Enkel des letzten Albrechts, was jedoch von ver-schiedenen Schriftstellern bezweifelt wird. Gebhard von Alvenslehenvon dieser Linie, wurde von dem Markgrafen Ludwig von Branden-burg mit dem Hause Klötze beliehen. Dieser Besitz aber wurde sei-nem Sohne schon wieder entrissen; so meldet Walter in der Magde-burgschen Chronik 4. Till. S. 98. Ein Sohn von ihm, Werner, derweissen Linie, besass das Haus Gardelegen pfandweise, und ein Vet-ter von ihm, Busso, war Heermeister des Johanniter-Ordens und lebteam Ende des 14ten und am Anfange des löten Jahrhunderts. I Fer-ner II. von Alvenslehen war 1450 kurbrandenburgscher Rath, undkömmt in Pauli's preussischer Staatsgeschichte vor. Er verdient hiereine besondere Anführung, weil er dem Markgrafen Friedrich dem jun-gem, im Jahr 1448, das Schloss Gardelegen abgekauft und es zu ei-nem Erb- und eigenthiimlichen Stammhause seiner Familie gemachthatte.- Sein einziger Sohn, Gebhard III., war ebenfalls branden-burgischer Rath und Marschall, dessen Söhne und Enkel pflanzten das