Alvensleben.
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die letztere in dem Werke: Pomeranicus, Collbergae 1684, und wiedie neue Autlage betitelt ist: Pomerania diplomatiea sive Antiquita-tes Pomeranicae, Franoof. ad Yiadrum 1707.
Alvcnsleben, die Grafen und Herren von.
Das Alter dieser Familie ist bis zum neunten Jahrhunderte hinauf-zuführen , wo schon ein gräfliches Geschlecht dieses Namens bekanntwar. Nach dem „Kur- und Fiirstensaal sächsischer Helden" soll dererste Graf Alvo, ein Nachkomme des im sechsten Jahrhunderte zumRitter* gescldagenen Alvonis gewesen sein. Ks soll sicli dieses Ge-schlecht im Jahre 777 zum christlichen Glauben bekehrt, und im An-fange des neunten Jahrhunderts von Karl dem Grossen unter dem Na-men Alvons-loive in den Grafenstand erhoben worden sein. NachWagners Nachrichten vom Ursprünge des Alvenslebenscben Geschlech-tes hat auch die Durg Alvonslöwe dort gestanden, wo jetzt das DorfAlvensleben im Magdeburgschen liegt. Schon im Jahre 1494 erkauftensie die Stadt Bismark von ihren Erbauern, den Herren von Bismark.Von dem Stammschlosse sind nur noch wenig oder gar keine Spurenvorhanden. Der letzte der alten Grafen von Alvensleben hatte umdas Jahr 1248 in den Kriegen der Markgrafen von Brandenburg mitden Erzbischüfen und Bischöfen von Magdeburg und Halberstadt, Hausund Gut verloren, weshalb sich seine Söhne, Gebhard und Jiusso,veranlasst fanden, freiwillig den Grafentitel abzulegen, und sie wurdendadurch die Stammväter der zahlreichen Linien des weit und breitverbreiteten Geschlechts der Familie von Alvensleben. Drei Haupt-zweige dieses berühmten Geschlechts unterscheiden sich durch die Be-zeichnung der ruthen, der weissen und der schwarzen Linie. VonGebhard, dem ältern Bruder, stammt die roihe , die schon im Jahre1553 wieder erlosch. Der älteste Sohn Busso's, Gervasio , stiftete dieweisse Linie, von welcher alle jetzt vorhandenen Alvensleben abstam-men. Die schwarze Linie endlich hatte den jüngsten Sohn Busso's,Gumprecht, zum Gründer. Diese Abstammung nimmt der schon er-wähnte Wagner mit zwei andern Historiographen der Familie vonAlvensleben, Edini und Peckenstein, an; eben so iindet man dieselbenAngaben in Entzelt's altmärkscher Chronik und in Angelfs märkischerChronik. Andere Geschichtsschreiber, namentlich Luck in seinem„Grafensaal" und Hammelmann in der ,, oldenburgschen Chronik"leiten die Alvensleben von Mechtild , der Gemahlin des Grafen Ottovon Oldenburg ab. Sie soll die Grafschaft Alvensleben nach Erlö-schung der ersten Grafen dieses Stammes ererbt, und ihrem SohneConrad mit dem Namen eines Grafen von Alvensleben überlassen ha-ben. Conrads Sohn und Enkel, Theodor und Milo , sollen die Stamm-väter der jetzt vorhandenen Familie von Alvensleben geworden sein.Diese letztere Meinung wird durch den Umstand unterstützt, dass sichim Jahre 1123 die Grafen von Alvensleben als Erben zu der Graf-schaft Oldenburg meldeten. Nach Hiibner's Geschlechtstafeln Tab.2151B. war auch wirklich Otto I., Graf zu Oldenburg, der Empfän-ger des berühmten Oldenburgschen Horns, mit Mechtild, des GrafenJohannes v. Alvensleben Tochter und Erbin vermählt. Sein Urenkel,Friedrich, war der letzte Graf aus dem Ringelheim - OldenburgschenStamme, und hatte mit dem grimmigen Löwen gefochten. — Einedritte Behauptung unterscheidet sich nur wenig von der obenerwähn-ten. Der Sohn der Mechtild, Conrad, soll nämlich ein Sohn desMarkgrafen Otto I. von Salzwedel, der zugleich Graf zu Oldenburgund Stade war, gewesen sein. Derselbe hatte aber eine Reussische