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1 (1842) A - D
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Altcnbockum. Altenstein.

Alten bockum, die Herren von.

Man findet dieses Geschlecht auch, besonders in frühem Zeitenund Schriften, Aldcnbochim genannt und geschrieben. Es stammt ur-sprünglich aus Westphalen und hat sich von da aus in verschiedenenandern deutschen Provinzen ausgebreitet. Einige Schriftsteller be-haupten sogar, um das hohe Alter dieser Familie zu beweisen, dassder heilige Meinulphus, der Gründer des Klosters Bödecken bei Pader-born, ein Altenbockum gewesen sei. Von Steinen widerspricht dieserBehauptung und lässt sie früher Grimmberg geheissen haben, und dasHaus Grimmberg bei Bockum ihr Stammhaus sein. Uebrigensführen den Namen von Bockum auch die Herrn von Dolfs , die eben-falls westphiilischer Abstammung sind und sich Bockum, genannt vonDolfs schreiben. In der Gegenwart steht in der preussischen Armeenr noch ein Mitglied der Familie Altenbockum, nämlich der Kitt-meister des 7ten Kürassierregiments zu Quedlinburg, und bis zumJahre 1806 stand ein Premier-Lieutenant d. N. im preussischen Regi-ment von Kietz zu Warschau; er wurde im Jahre 1811 als Capitainim 2. Infanterie-Regiment verabschiedet und ist im Jahre 1817 ge-storben. Ein Hauptmann von Altenbockum besitzt das Gut Glaubittenbei Kastenburg in Preussen. In ihrem Wappenschilde von schwarzerFarbe steht ein silberner King und über dem Helme ein schwarzerHundeskopf mit einem um den Hals hängenden Ringe. M. s. von Stei-nen westphälische Geschlechtstabellen Tab. 33. Nr. 4. Das WappenTafel XXXIII. Nr. 4. Dithmar vom Johanniterorden S.6. Nr. 10. v. Me-iling III. Nr. 4.

Altenstcin, die Freiherren und Herren von.

Dieses fränkische Geschlecht, das sich bald von Altenstein, bald Steinzum (oder von) Altenstein schreibt, und schon im neunten Jahrhunderte inden Würzburgischen Urkunden vorkömmt, gehörte zum RittercantonBaunach, wo es seine Besitzungen hatte; sein Stammschloss lag inder Nähe von Römhild, unmittelbar an der jetzigen baierischen undherzoglich sächsischen Grenze. Ein Zweig dieser Familie kam in dieLande der Markgrafen von Anspach und Baireuth, und Johann Casi-mir, markgräflicher Oberforst- und Jägermeister, wurde im Jahre 1694zum Freiherrn erhoben. Aus dieser Linie haben sich im preussischenStaatsdienste vorzüglich ausgezeichnet: Der Freiherr C.Stein zum Alten-stein , gegenwärtig königl. wirklicher Geheimer Staatsminister für dieGeistlichen-, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten, Kitter desschwarzen Adlerordens u. s. w., geboren zu Anspach am 10. October1760, nach Andern 1764, hochgeehrt auf seinem hohen Standpunkteals Staatsmann wie als Menschenfreund. Ein jüngerer Bruder von ihmstarb im Jahre 1834 als königl. preussischer wirklicher geheimer Ober-Justizrath, kinderlos, und schon einige Jahre früher verlor der Mini-ster Freiherr von Altenstein seinen einzigen Sohn. In der Armeediente bis zum Jahre 1806 ein Major, Stein zum Altenstein, in demInfanterie - Regiment Graf Tauenzien zu Baireuth. Er trat im Jahre1813 mit Pension in den Rullestand; ein Anderer stand als Rittmei-ster in dem Kiirassierregiment von Holzendorf zu Falkenberg, undwurde im Jahre 1815 als Major des 3ten schlesischen Landwehr - Ca-vallerie - Regiments mit Pension verabschiedet. Eine Stammtafel die-ses Geschlechts, die von dem Jahre 938 an bis 1730 reicht, lindetman in Zedlers Universal-Lexikon im 39. Bande S. 15791611.-