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1 (1842) A - D
Entstehung
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Altena.

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wav. Es besass denselben mit dem Titel einer Grafschaft und verlorihn wieder durch Albrecht,- Erzbischof zu Bremen; aber Otto, Grafvon Almesloe, erfreute sich des Schutzes der Grafen von Oldenburg,und vermählte sicli mit der Erbtochter des Ritters von Tappe, dieihm das im Osnabrückischen gelegene Gut Tappenburg zubrachte. Er-legte darauf seinen ursprünglichen Namen und Titel, und selbst dasWappen ab, und führte blos den eines Herrn von Tappe, dessen ineinem halben schwarzen Adler bestehendes W appe n er sich auch bei-legte. Jost v. Almesloe Tappe genannt, euffapferer Kriegsheldund Oberster unter den Kaisern Matthias, Ferdinand II. und Fer-dinand III. erheirathete im Jahre 1640 das Gut Berthelsdorf beiReichenbach in Schlesien, und seines Bruders Sohn Christoph wardsein Erbe und erkaufte dazu die in derselben Gegend belegenen GüterHartau und Faulbrück. Als Greis von fast 80 Jahren, erhob ihn Kai-ser Joseph I. am 14. September 1705 in den Grafenstand des heiligenrömischen Reichs mit Vermehrung seines alten Wappens. Er war miteiner Gräfin von Truchsess-Wetz hausen vermählt und hinterliess eineneinzigen Sohn, Jost Wilhelm Anton, der kaiserlicher Rath, Kämmererund Amtsverweser der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer war.Seine Gemahlin war eine geborene von Nostitz. Aus dieser Ehe sindmehrere Kinder entsprossen; dennoch ist die Familie schon inder ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erloschen. Das genea-logische Taschenbuch der deutschen grätiiehen Häuser führt dieseFamilie unter den deutschen Reichsgrafen ohne Sitz und Stimme imGrafen-Collegio an, S. 544. Gauhe erwähnt der Familie im 1. Till.S. 8. und Sinapius 1 Bd. S. 69 und im 2. Bd. S. 40 41 begleitetdie im Ganzen sehr unbedeutende Notiz:der Oberst Jost v. Almes-loe, genannt Tappe, schrieb in ein Stammbuch: Mein Gott wolle mei-ner Seele gnädig sein;" mit den Worten: Schöne Gedanken, wennedle Hehlen bei allen Gelegenheiten ihr Miserere Veus seufzen.

Altena, die Grafen von.

Die ersten Grafen von der Mark, oder vielmehr die ersten Dy-nasten der Grafschaft Mark, auch die westphälische Mark und dasHerzogthum Berg genannt, führten den Namen Grafen von Altena.Ihre Abkunft leitet man von den uralten Grafen von Teisterband ab,deren Stammvater Walter 742 starb. Einer seiner Nachkommen Rober-tus war mit einer Gräfin Kunigunde von Hoya vermählt, und der mitderselben gezeugte 2. Sohn Theodoricus wurde erster Graf zu Altenaund Stammvater der Grafen zu Altena, der Grafen von der Mark, undder Herzöge von Berg, die nach und nach mit den meisten Fürsten-häusern in Deutschland verwandt wurden. Kr lebte um das Jahr 860,und hatte, ohne dass die Stammtafeln seine Gemahlin nennen, zweiSöhne. Otto nannte sich Graf zu Altena und lebte bis 970.- Bal-derius wurde 956 Bischof zu Liittich und starb 959. Otto's einzigerSohn, Adolph, der erste, nannte sich nicht mehr Graf zu Altena, son-dern Graf zu der Mark und Berg, nach Andern soll erst sein EnkelAdolph III. diesen Namentausch vorgenommen haben. Zwei seinerBrüder, Bruno und Arnold, gelangten zur geistlichen Kurwürde in Cöln.Der erstere regierte von 1132 bis 1137, der andere von 1151 bis 1156.Die Burg Altena lag auf dem hohen Berge Wolfeshegge; später wurdedas heutige Scldoss zu Altena daraus, in dem lange Jahre hindurchdie Grafen von der Mark residirten. In der Gegenwart dient es zueinem Arbeitshause.

v. Zedlitz Adels-I.ex. I. 7