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mittelbar aber dem Adel Holsteins an. Wir theilen Iiier einige Nach-richten darüber aus der uns von einem Mitgliede der Familie zuge-kommenen Handschrift mit. — Der Ursprung des Geschlechts der v.Ahlefeldt wird von den alten Reichsgrafen von Schwabeck und Balts-hausen , welche zugleich bis ins 13. Jahrhundert erbliche Land- undSchirmvoigte der freien Reichsstadt Augsburg waren, hergeleitet. AlsStammvater des ganzen Geschlechts wird ' der Reichsgraf Suiggerusvon Baltshausen in Schwaben genannt, in den historischen Remarquesder neuesten Sachen in Europa, 1699, p. 153 —156., worin sich eineGenealogie der v. Ahlefeldt belindet, aus einer Stammtafel des 16.Jahrhunderts entlehnt, welche wahrscheinlich von einer viel altern ab-geschrieben worden ist. Die Gemahlin dieses Suiggerus war die Erb-tochter des letzten Grafen von Schwabeck, Bertha, durch welche erjene Grafschaft erbte, und sich seitdem nach Caspar Bruchius in chro-nologia monasteriorum Germaniae, Insbruck 1551. in fol., Graf v.Schwabeck und Baltshausen genannt haben soll. Suiggerus hinterliess4 Kinder, nämlich zwei Söhne und zwei Töchter, als: Werner, welcherohne Erben verstarb und das Prämonstratenser-Kloster zu Ursperg inSchwaben erbauete und stiftete; Schwinliildis , Stifterin des Klosterszu Burg, in dessen Gewölbe ihr Grabmal noch zu sehen sein soll;Gisela, Stifterin des Klosters zu Edelstetten, dessen erste Aebtissinsie wurde; Conrad, welcher ums Jahr 1000 lebte und zur GemahlinRiclienza , eines Markgrafen von Oesterreich Tochter, gehabt habensoll. Dieser Conrad hatte wiederum 2 Söhne, nämlich Suiggerus, derältere desselben, welcher die väterlichen Güter erbte und das Ge-schlecht der Grafen von Schwabeck und Baltshausen fortsetzte, wel-ches jedoch schon in seinem Enkel, Werner, ums Jahr 1230 erlosch.Dieser Werner vermachte seine Güter ad pias causas. — llunold,der zweite Sohn Conrads, wandte sich nach dem Hildesheimschen, er-baute daselbst bei dem Städtchen Ahlefeld, ums Jahr 1066, eine Burg,deren Ruinen, mit dem Ahlefeldschen Wappen versehen, noch jetztvorhanden sind, nannte sich, nachdem er jenes Städtchen erblich ansich gebracht hatte, nunmehr einen Grafen von Ahlefeld, und wurdeder Stammvater aller jetzt noch lebenden Mitglieder der AhlefeldschenFamilie. Der Urenkel dieses llunold, Conrad, verliess ums Jahr 1152theils wegen eines Streites mit dem damaligen Bischöfe von Hildesheim,Bernhard, theils weil er Herrmann Grafen von Wintzenburg, der ihmseine Gemahlin zu entführen gesucht haben soll, getödtet hatte, seineBurg und flüchtete sich zum Könige Sueno von Dänemark, erlangtevon diesem das Gut Seegarden in Holstein und führte daselbst nurden Adelstand. Seit dieser Zeit hat sich die Familie sowohl in Hol-stein und Schleswig, als auch in Dänemark selbst aufgehalten, undsich sehr ausgebreitet, auch ansehnliche Güter erworben, so dass nochin der Gegenwart in dortiger Gegend 16 bis 17 verschiedene Linienbestehen, von welchen drei die gräfliche Würde, und zwar grössten-theils Anfangs des 18. Jahrhunderts erlangt haben, nämlich:
1) Die Reichsgrafen von Ahlefeldt zu Langeland und Rixingen,die von Kaiser Leopold I. 1665 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden.
2) Die Grafen von Ahlefeldt zu Grevenstein und Escheismark.
3) Die Grafen von Ahlefeldt-Lauerwig.
Von den übrigen Linien sind die vorzüglichsten, die Lehmkuler,Aschauer, Bothkemper, Buckshagener, Jersbecker, Königsförder, Lin-dauer, Oppendorffer, Apnitzer, Quarnbecker, Seegarder, Sestermgerund Geltinger zu nennen.
Was nun ferner die etwa merkwürdigen Personen betrifft, so sinddiese folgende: