'■ Anno 1512 im letzten des selbigen jhairs und folgents
im anfangh des 1513. jhairs hat sieh ein grosse Uneinig-keit, aufroer und zwidracht erhaben zwischen dem rat undder gemeinde der stat Colin, also das die gemeinde sichwapende uf die gaffelen gelagt mit ihrem hämisch undgewehr, und hat folgents etliche herrn des rats gefenklicheingezogen, wilche hernach mit nhamen und zunhamen fol-gen, deren etliche mit dem schwert gericlit und etliche derstat verweist und mit ruthen ausgestrichen. Umb was Ur-sachen willen solche rumoir entstanden und wer den uploufverursacht oder recht oder unrecht gehat, der rat oder et-liche des rats, oder aber die gemeinde, ist nicht wol zu-erfharen, auch niemant wissende, derhalben auch nicht woldavon zu schreiben. Etliche alten verzellens wol der mais-sen und die gemeine sacli gehet wol davon, als solten et-liche von den herrn nicht recht mit der gemeine gut um-gangen sein, und dazu die gemeinde mit newen undungewönliche accinsen beschwärt haben. Darvon dauf- l b der | pastor zu klein St. Merten in Colin uf dem predigh-stuel sol etwas geret haben ; derhalben dan etliche von denherrn des rats gemeltem pastor sehr aufsetzigh und feiantworden. Solten derhalben uf einen mittagh etlich bubenund böswichter zugemacht haben, wilche gemeltem pastorvermonmiet in sein liaus gefallen umb inen daselbst umb-zubringen und zu ermörten. Wie sie aber den pastor, wel-cher sich in ein höener haus verborgen, nicht funden, habensie ime das haus geplündert. Darumb dan folgender zeitdie kircli zu klein St. Merten in den bann gethan und et-liche jliar auch verpleiben. Folgents nicht langh darnachist der uplauf under der gemeinden entstanden, wilche sichuf die gaffelen versandet und die herrn, so mit namen undzunhamen hern&ch geschreiben, gefangen genhommen, derenetliche uf dem heumart enthaupt und etliche der stat ver-weist ; und seint irer auch viel gleich vor dem uplauf. wiesie den trubbel in der stat vernhommen haben über die