Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts. 651
ire beider mishandellung is nit verswegen,sonder haben da mit sieb ergetzetund sint erer eren worden entsetzet.
25 Haben in doch gefrist ire leben:
Goebel moist dri dusent gülden geben,des hait sich mancher verwondert,
Schiffer Gerhart gibt xv hondert.
Es geschach in des Jenners daghen,
30 das wart Bernhart kerzenmegher mit roden us ge-
sclagen
und dae mit verwist van dem rait,das er nummer koemen darf in die staid.
Noch is einer genant Henrich swertfeger us dem raitder von alters wegen is bi gnaid,
35 want er is also alt gewesen:
wan er mis wolt hoeren singhen ader lesen,so moisten in dragen uf eim stoel sin knecht,sust were im auch gescheen recht;sal sich aber der gemein miden,
40 zo staid nit gaen oder riden,sonder got driven sien leben,solg gnade is dem selbigen geben.
20 fg. Vgl. in der von Grootesehen Hs. f. 40": 'und ist also derselbige Hinrieh Benra.it uf donnerstagh den 27. Januar umb seineruberfharenheit halben an den kax gesatzt und von dannen an denstoekh geleit und also vort mit ruthen zur stat ausgetriben und dabeisu den heiligen geschworen uf 4 tneil weghs nahe bei Collen nicht zuwohnen kommen'.