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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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624
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624 Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. IG. Jahrhunderts.

Hiemit wil ich von Werner laessenund Sprech, wie man gebot achter straessen,das jeder ein gaffel solte kiesen,

00 umb das leben zu Verliesen.

Zu Aich erhoeb sich ein so wilt gestalt,von den bürgeren was der rhaet mennigfalt.Die rechenschaft was sicher langh,ihrer en deil muesten schlaefen uf der bank,65 die des nit wol en wahren gewaen:

das liait ihr quaet regiment gethaen. [2G]

Ihrer ein saich den anderen vast aen:

„Hait uns der theufel hier gedran?

Wir satzen auf zwei buschen, die bringen daran,

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Das ist die deugt, dahr der burger van weis!Man spricht: „Mit anderen leiden sei die geis".

Aber das wil ich nun all geschweigen.

Mehr dan drei woclien muesten sei dahr leigen,75 das sei die rechenschaft nit kunten finden.

Johan Schütz dacht: „0 wehe der eilenden!"Dahrmit der meier begont aen zu greifen.

60 Nach den Bestimmungen des Gaffelbriefes vom Jahre 1450musste jeder Bürger und Untersasse bei einer der elf Gaffeln vereidetsein. Diese Bestimmungen sollten jetzt wieder in Kraft treten, vgl.oben v. 35 fgg. 60 Verliesen nicht — verlieren, sondern = verlüsen,verlcesen 62 mennigfalt zahlreich 6 " satzen kann nur das pract.von setzen sein busche die kleinste Achener Kupfermünze, derensechs eine Marli ausmachten, daher die sprüchwörtliche Redensart'hei wat e Glöclc, scs Mädgher für en Merk, hei ivat e Glück. dat esen Busch et Stock'', vgl. Müller u. Weitz, Achener Idiot, s. 28 undArt. 10 der 'Kohlordnung' bei Loersch 'Die Rechtsverhältnisse desKohlenbergbaus im Reich Achen während des 14. und 17. Jahrh.' inder Zeitschr. für Bergrecht XIII. 4. 524: 'einen hunt sanftes gerissfür vier bauschen oder acht schilling\ Bei Lex er fehlt das Wort.'Der Sinn dieses Verses ist nicht ganz lclar, besonders da nachihm eine Reimzeile ausgefallen. Es scheint, dass die Rathsmitgliedervon einer Steuererhöhung sprechen, vermittelst der sie das Deficitdecken wollten. Dazu würden v. 71 fg. stimmen: das ist die Artder Herren, die immer andere ausbeuten wollen 77 Ueber die Stel-lung des Meiers in Achen vgl. Loersch, A. R.-D. 239 angreifenantasten, d. h. verhaften, oder ist es — peinlich befragen ?