Druckschrift 
2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Du solt wissen, als konig Sigemond zu Ungern was, alsdu for hast gelesen, das was der rait zu Ach und die ge-meinde nit eins; wann der rait wolde schatzunge han, do

H Hannoverische Hs. G = Gothaer Hs., bei v. Liliencron C.V Wiener Hs.- früher in Görres Besitz, hei v. Liliencron A.Vi Wiener Hs. 2913, bei v. Liliencron B. (L = HistorischeVolkslieder der Deutschen von B. v. Liliencron I. 300305). DieLesarten aus V 1 und V' 2 wurden den Angaben L. a. a. 0. 305 fg.entnommen. Da die Weimarer Hs. (= W) für die Kritik des Liedeswerthlos ist, wurde sie nur sehr selten angezogen. Das Lied istsehr verderbt überliefert, die Herstellung wird in hohem Grade er-schwert durch die Verschiedenheit der metrischen Behandlung. Fünf-mal und mehrmal gehobene Verse scheinen aber nur auf Rechnung derschlechten Ueberlieferung zu setzen. Den relativ besten Text bietet dievon L. unbeachtet gelassene H, manchmal ist das Richtige in G er-halten, V und V' 2 sind beide jünger und schlechter als G, vergl. Anm.zu v. 226. Von einer Umschreibung des Liedes in die Achener Mund-art des 15. Jh. musste Abstand genommen loerden, wie sehr auch ent-scheidende Reime dafür sprachen. Die Wortschreibung in H wurdegeregelt nach dem von AI. Reifferscheidin der Zeitschr. für deutschePhilologie V. 3. 272 fg. gegebenen Beispiele: st. yinby, nyde, nyemanmyt, hymelrieh, Aych, daheym, meyn u. a. tourde i gesetzt. DoppelteGonsonanz icurde in folgenden Fällen vereinfacht: volck, Falck, kranck,gesterckten lioff, frunt,schaff, uff, auff, lieff, hilft', krafft, worffen,junffrawen, deuffels, slafl'en, sliffen, begriffen, peiffen gelesennprissen, wisse (dagegen hat die Hs. wisen st. wissen) eidfc, bludtbrodt, Stadt, ländt, stendt, sandt, mordtkule, haltten, sturtten, reitten,streiften. Für anlautendes tz wurde z geschrieben. Ferner wurdenalß, unß, dießen, boßen in als, uns, diesen, bösen geändert; auch dieübrigen ß mussten beseitigt werden, da der Schreiber im Gebrauchedieses Zeichens ganz willkürlich verfährt. Das weiche z dagegen, xoelcheseinige mal auftritt, schien beibehalten werden zu dürfen.

H und G haben keine Ueberschrift, da in ihnen die Erzählungnicht den Anfang eines Capitels bildet. W: Uneinigkeit des Rathszu Aach mit den Bürgern und wie diese des Nachts überfallen wurden.

1 do solt G 2 gemeine G so immer 3 uneins G wenne Gso immer nu wolte G