Die Fresken des Kaisersaales.
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an seinen Sohn Ludwig. Dem Meister wurde leider nichtvergönnt, seine Conceptionen alle auszuführen. Im Sommer1859 erlag er einem Gehirnleiden, nachdem die vier erstenBilder in malerischer Ausführung vollendet, das fünfte inCarton fertig geworden. „Die Fortsetzung nach RethelsZeichnungen wurde darauf dem Historienmaler JosephKehren übertragen, welcher die vier übrigen Gemälde imGeiste Rethels, mit Bewahrung der ihm eigenen Originalität,mit vollkommener Beherrschung des schwierigen Materialsnach eigenen Studien und Cartons höchst glücklich undglänzend vollendet hat." Wenn auch der Eine oder derAndere bedauert, dass der Rathhaussaal nicht in seinerursprünglichen Gestalt wieder hergestellt worden ist, soerfreut doch Achen sich des Besitzes dieser Bilder; derRuhm der Fresken ist allgemein verbreitet. Man nennt sietiberall an erster Stelle, wo von deutscher Kunst die Redeist. Die vier ersten Bilder sind von Albert JBaur , einemAchener, heute Professor an der Weimarer Maler-Academie,die vier letzten von Joseph Kehren gezeichnet, und alleacht in der xylographischen Anstalt von R. Brend'amourin Düsseldorf, einem Achener, in Holzschnitten trefflich aus-geführt 1 ). Mit Ausnahme der noch zu errichtenden Bild-säulen wurde der Kaisersaal 1871 vollendet. Wir erinnerndaran, dass der unter Gerard Chorus erbaute Festsaal durchein Banquet Kaiser Karls IV. und seines Sohnes KönigsAVenzel 1370 (Band 1, S. 309J seine Weihe erhielt. Derzu restaurirende sah im Herbste 1842 seinen hochherzigenGönner, König Friedrich Wilhelm IV., in seinen Räumenbeim Festmahle und mit ihm als Gast den Erzherzog Jo-hann von Oesterreich, welcher am 4. September mit demKönige in Köln war, wo dieser den Grundstein zur Fort-setzung des Dombaues legte.
l ) Ludwig Rovenhagen in seinem Rathhaus zu Aachen, Aachenbei M. Jakobi, 1873, hat in acht gelungenen poetisehen Darstellungendie Bilder erklärt. Voran geht eine Beschreibung des Rathhausesund eine Skizze der acht Bilder in Prosa. Zwei Gedichte, „KönigKarl findet die Aachener Quellen" und „die Emmaburg' 1 bilden denSchluss des interessanten Werkchens.
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