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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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erwägt, class unter französischer Herrschaft eine Zeit desServilismus und geistiger Dürre vorangegangen war, somuss man in den vielen geschichtlichen, theologischen,juristischen, staatsrechtlichen, ökonomischen, sprachlichenund ästhetischen Abhandlungen, die in der Achener Zeitungihr Organ fanden, sowie in den Kunst- und wissenschaft-lichen Sammlungen die erfreuliche Ueherzeugung gewinnen,dass in Achen sich ein strebsamer Sinn kundgab. Auchpoetische Erzeugnisse waren nicht selten. Unter den Dich-tern nennen wir den geistreichen Wilhelm Smets, der impatriotischen Drang als Landwehroffizier den Freiheitskriegmitmachte, dann Theologie studirte, Gymnasial-Religions-lehrer in Köln, Pfarrer in Hersel bei Bonn, in Nideggenan der Roer, Kanonikus in seiner Vaterstadt Achen undzuletzt Abgeordneter in der Nationalversammlung zu Frank-furt wurde, von wo er krank nach Achen zurückkehrte, umhier bald darauf seinen schweren Leiden zu erliegen. InAchener Dialekte dichteten Verschiedene mit Geschick undLeichtigkeit, u. A. der Maler Ferdinand Jansen.

Allmählich trafen Staatsmänner, Hofleute und andereangesehene Personen in kaum übersehbarer Zahl') in Achenein: am 21. September der preussische Minister der aus-wärtigen Angelegenheiten, Graf von Bernstorf und stieg imGasthof zum Goldenen Drachen ab, am 23. September derGrossbritannische Kanzler Lord Castlereagh, und nahm seineWohnung bei Bernard Schlösser in der Kleinmarschier-strasse, am 24. September der österreichische Minister derauswärtigen Angelegenheiten, Fürst Metternich und nahmQuartier im Karlsbade, in seinem zahlreichen Gefolgewar der vielgenannte Hofrath Genz, am 26. Septemberlangte mit grossem Gefolge der preussische Staatskanzler,Fürst von Hardenberg, an und nahm Wohnung in demBettcndorfschen Hause auf dem Markte. Am folgendenTage zog König Friedrich Wilhelm III. mit seinem drittenSohne, Prinz Karl, in Achen ein und nahm seine Residenz

*) Man vergl. Aachen, der Monarchenkongress im Jahre 1818;vom Königl. Preussischen Hofrath Karl Franz Meyer. Aachen 1819,gedruckt auf Kosten des Verfassers bei M. Weiss, Stadtbuchdrucker.X, 115, 8°.